Gold fällt unter 4.800 $ aufgrund erneuter Spannungen in der Straße von Hormus

Quelle Fxstreet
  • Der Goldpreis fällt am frühen Montag im asiatischen Handel auf rund 4.775 USD.
  • Die Straße von Hormus wurde erneut geschlossen, iranische Behörden warnten Schiffe davor, sich ihr zu nähern.
  • Händler bereiten sich auf die US-Einzelhandelsumsätze für März vor, die am Dienstag veröffentlicht werden.

Der Goldpreis (XAU/USD) fällt am frühen Montag im asiatischen Handel auf rund 4.775 USD. Die Händler verarbeiten die erneuten Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran über die strategisch wichtige Straße von Hormus.

Bloomberg berichtete am Sonntag, dass der Iran eine Teilnahme an neuen Friedensgesprächen mit den USA ablehnte, wenige Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass seine Verhandlungsführer am Montag zu einer zweiten Runde von Friedensgesprächen mit dem Iran nach Pakistan reisen würden.

Das iranische Militär erklärte die Straße von Hormus für alle Handelsschiffe geschlossen und fügte hinzu, dass es jedes Schiff, das sich der Straße nähert, ins Visier nehmen werde, bis die USA ihre maritime Blockade der iranischen Häfen aufheben.

Die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank in diesem Jahr haben sich aufgrund anhaltender Inflation und geopolitischer Instabilität im Nahen Osten deutlich in Richtung einer „höher für länger“-Haltung verschoben. Gold wird oft in Zeiten geopolitischer Unsicherheit genutzt, bringt jedoch keine Zinsen, was es bei hohen Zinssätzen weniger attraktiv macht.

Die Händler werden am Dienstag weitere Hinweise aus dem US-Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen ziehen. Für März wird ein Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 1,3 % MoM erwartet, nach 0,6 % im Februar. Sollte der Bericht jedoch eine schwächere als erwartete Inflation in den USA zeigen, könnte dies den US-Dollar (USD) belasten und den auf USD lautenden Rohstoffpreis stützen.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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