Gold (XAU/USD) zieht am zweiten aufeinanderfolgenden Tag Folgekäufe an und überschreitet während der asiatischen Sitzung am Mittwoch die psychologische Marke von 5.000 USD im Zuge des globalen Flugs in sichere Anlagen. Bedenken über steigende Spannungen zwischen den USA und dem Iran sind nach Berichten über den Abschuss einer iranischen Drohne durch die USA im Arabischen Meer wieder aufgeflammt. Dies zwingt Investoren, sich in traditionelle sichere Anlagen zurückzuziehen, was wiederum als Unterstützung für das Edelmetall angesehen wird.
Die starke Aufwärtsbewegung wird zusätzlich durch die Aussichten auf niedrigere US-Zinsen unterstützt, die die jüngste Erholung des US-Dollars (USD) von einem Vierjahrestief dämpfen und sich als weiterer Faktor erweisen, der dem nicht renditeträchtigen Gold zugutekommt. Mit dem jüngsten Anstieg hat das XAU/USD-Paar nun über 650 USD von der Nähe von 4.400 USD, einem nahezu vierwöchigen Tief, das am Montag erreicht wurde, zurückgewonnen. Händler blicken nun auf den US-ADP-Bericht und den US-ISM-Dienstleistungs-PMI für neuen Schwung.
Ein intraday Durchbruch durch das 50%-Retracement-Niveau des jüngsten scharfen Korrekturrückgangs aus der Nähe von 5.600 USD, dem Allzeithoch, könnte als neuer Auslöser für bullische Händler angesehen werden. Einige Folgekäufe über dem 50-Perioden-Simple Moving Average (SMA) würden die konstruktive Aussicht bestätigen und es dem Goldpreis ermöglichen, weiter zu steigen. Die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie steht über der Signallinie und im positiven Bereich, mit einem sich erweiternden positiven Histogramm, das auf ein sich verstärkendes bullisches Momentum hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) zeigt 55,83 (neutral) und tendiert nach oben, was mit einem sich verbessernden Ton übereinstimmt.
Die Tendenz neigt leicht nach oben, da die nascent Aufwärtsbewegung des 50-Perioden-SMA Rückgänge unterstützt und die Preisbewegung darüber aufbaut. Das Momentum verbessert sich, wobei der MACD positiv bleibt und das Histogramm sich ausdehnt, während der RSI über 50 bleibt und eine Erholungsstimmung verstärkt; jedoch dämpft der Fibonacci-Widerstand über dem Preis die Folgekäufe. Ein nachhaltiger Schlusskurs über dieser Barriere würde weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen, während ein Rückfall unter den gleitenden Durchschnitt den Anstieg untergraben und den Fokus zurück auf das kürzlich zurückeroberte Retracement-Gebiet verschieben würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.