Das Währungspaar EUR/JPY zieht in der frühen europäischen Sitzung am Mittwoch einige Käufer in der Nähe von 184,95 an. Der japanische Yen (JPY) schwächt sich gegenüber dem Euro (EUR) angesichts fiskalischer Bedenken im Zusammenhang mit den reflationären Politiken des japanischen Premierministers Sanae Takaichi. Die Märkte bereiten sich auf erhöhte Volatilität vor, da am Sonntag eine vorgezogene Parlamentswahl ansteht.
Was den Euro betrifft, so wird allgemein erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Februar die Leitzinsen stabil hält. Dies würde die fünfte Sitzung in Folge ohne Zinserhöhung markieren.
Im Tageschart hält sich EUR/JPY komfortabel über dem steigenden 100-Tage-EMA bei 180,23 und bewahrt den breiteren Aufwärtstrend. Der Durchschnitt steigt weiterhin an und stützt Rücksetzer. Er schwebt nahe der oberen Bollinger-Band, was auf anhaltenden bullischen Druck hinweist. Der RSI bei 57,95 bewegt sich über seiner Mittellinie und signalisiert festes Momentum ohne überkaufte Bedingungen.
Bollinger-Bänder steigen an und verstärken die bullische Tendenz, während die Volatilität begrenzt bleibt. Ein täglicher Schlusskurs über dem oberen Band bei 185,90 würde die Aufwärtsausdehnung verstärken. Auf der Abwärtsseite liegt die Unterstützung am mittleren Band bei 184,10, mit einer tieferen Pufferzone am unteren Bollinger-Band bei 182,34. Ein Bruch unter diese Niveaus würde die Struktur schwächen und den Fokus auf Konsolidierung verschieben.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.