Die Dow Jones-Futures stiegen am Dienstag in der europäischen Sitzung um 0,12% auf etwa 49.580, während die S&P 500- und Nasdaq 100-Futures um 0,27% bzw. 0,57% auf nahe 7.020 und 26.000 zulegten. Die Anleger blicken nun auf einen vollen Ergebniszeitraum später am Tag, einschließlich der Ergebnisse von AMD, Pfizer und Chipotle.
US-Index-Futures wurden durch starke Unternehmensgewinne von großen Technologieunternehmen unterstützt, was die Marktstimmung ankurbelte. Im nachbörslichen Handel stieg Palantir Technologies um etwa 7%, nachdem die Umsatz- und Gewinnschätzungen übertroffen wurden, während Teradyne um 19% anstieg, nachdem eine optimistische Prognose für das laufende Quartal abgegeben wurde.
In der US-Sitzung am Montag stieg der Dow Jones um 1,05%, der S&P 500 gewann 0,54% und der Nasdaq 100 legte um 0,56% zu. Technologie- und KI-Infrastrukturaktien führten, wobei Apple um 4,1%, Micron um 5,5% und Sandisk um 15,4% zulegten. Im Gegensatz dazu fiel Nvidia um 2,9% aufgrund von Unsicherheiten über die ins Stocken geratene 100-Milliarden-Dollar-Investition in OpenAI. NXP Semiconductor fiel um 5%, nachdem eine schwache Prognose für die Bruttomarge im ersten Quartal veröffentlicht wurde.
Die Marktstimmung könnte vorsichtig werden, da ein unerwarteter Anstieg der US-Fabrikaktivität die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit unterstrich und die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve in eine hawkische Richtung drängte. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe des Institute for Supply Management (ISM) stieg von 47,9 im Dezember auf 52,6 und übertraf damit die Markterwartungen von 48,5.
Die Nominierung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzender durch US-Präsident Donald Trump signalisiert einen disziplinierteren, vorsichtigeren Ansatz für die geldpolitische Lockerung. Darüber hinaus sagte der Präsident der St. Louis Fed, Alberto Musalem, dass zusätzliche Zinssenkungen zu diesem Zeitpunkt nicht gerechtfertigt seien und charakterisierte den aktuellen Leitzinsbereich von 3,50%–3,75% als weitgehend neutral.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.