Das Währungspaar AUD/JPY notiert im frühen europäischen Handel am Dienstag im positiven Bereich um 114,35. Die Marktteilnehmer werden die Entwicklungen rund um den Waffenstillstand im Nahen Osten angesichts gemischter Signale von US-Präsident Donald Trump genau beobachten.
Trump erklärte am Dienstagmorgen, er glaube, dass eine Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Verlängerung des Waffenstillstands mit dem Iran "innerhalb der nächsten Woche" erreichbar sei. Am Montag hatte der US-Präsident einen möglichen Zusammenbruch der Friedensverhandlungen mit dem Iran heruntergespielt und gesagt: "Es ist mir ehrlich gesagt egal, ob sie scheitern."
Die Wahrscheinlichkeit verstärkter verbaler Interventionen seitens der japanischen Behörden könnte helfen, die Verluste des japanischen Yen (JPY) zu begrenzen. Finanzministerin Satsuki Katayama sagte am Dienstag, die Verantwortlichen stünden bereit, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren, und verzichtete darauf, sich zu den jüngsten Wechselkursbewegungen zu äußern.
Die Rede von Gouverneur Kazuo Ueda von der Bank of Japan (BoJ) wird am Mittwoch das Highlight sein. Ueda könnte Hinweise darauf geben, ob die Zentralbank in der folgenden Woche eine Zinserhöhung vornehmen wird.
Im Tages-Chart zeigt AUD/JPY eine kurzfristig bullische Tendenz, da der Kurs deutlich über dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) und dem mittleren Bollinger-Band notiert. Der Preis drückt an die Oberseite der jüngsten Konsolidierung, während der Relative Strength Index (RSI) bei 57,46 im positiven Bereich bleibt, ohne jedoch überkaufte Bedingungen anzuzeigen. Dies deutet darauf hin, dass die Käufer weiterhin die Kontrolle behalten, allerdings mit reduziertem Momentum im Vergleich zum vorherigen Hoch.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am oberen Bollinger-Band bei 114,75. Ein Tagesschlusskurs über dieser Barriere würde den Weg für eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends öffnen. Auf der Unterseite zeigt sich die erste Unterstützung am mittleren Bollinger-Band bei rund 113,85, gefolgt vom unteren Band bei 112,98. Der 100-Tage-SMA bei 111,30 fungiert als tiefere strukturelle Unterstützung, die durchbrochen werden müsste, um die vorherrschende bullische Struktur ernsthaft in Frage zu stellen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.