Das Währungspaar GBP/USD zieht nach den guten zweiseitigen Kursschwankungen des Vortags einige Käufer an und hält sich während der asiatischen Sitzung am Dienstag stabil über der Marke von 1,3450. Die Kassakurse zeigen jedoch keinen bullischen Nachdruck und bleiben angesichts der Unsicherheit über die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran innerhalb einer drei Tage alten Spanne gefangen.
Der Iran warnte, die Verhandlungen mit den USA nach neuen Angriffen und einer israelischen Militäroperation im Libanon auszusetzen. Trump hingegen betonte, dass die Friedensgespräche mit dem Iran andauerten, und fügte hinzu, dass er in der nächsten Woche eine Vereinbarung zur Verlängerung des Waffenstillstands und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus erzielen werde. Ein teilweiser Waffenstillstand zwischen Hisbollah und Israel mildert jedoch die Befürchtungen vor einem größeren regionalen Konflikt, begrenzt die Übernachtgewinne des US-Dollars (USD) und bietet dem GBP/USD-Paar etwas Unterstützung.
Aus technischer Sicht zeigen die Kassakurse unter dem 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4-Stunden-Chart und unter dem 50,0%-Fibonacci-Retracement des Abwärtstrends vom Mai eine gedämpfte Tendenz. Das Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Histogramm ist jedoch leicht positiv, und der Relative Strength Index (RSI) bei rund 56 deutet auf ein mildes bullisches Momentum hin.
Die Momentum-Indikatoren reichen jedoch nicht aus, um die darüber liegende Retracement- und Trendbarriere zurückzuerobern, weshalb Aufwärtsversuche vorerst anfällig bleiben. Der erste Widerstand liegt bei 50,0% Retracement bei 1,3476, gefolgt vom 200-Perioden-SMA bei 1,3498, mit weiteren Hürden bei 61,8% auf 1,3517 sowie bei 1,3576 und 1,3650.
Auf der Unterseite zeigt sich die erste Unterstützung beim 38,2%-Retracement bei 1,3435, gefolgt vom 23,6%-Niveau bei 1,3384, während ein tieferer Rückgang den Bereich des jüngsten Swing-Tiefs um 1,3302 freilegen würde.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.