Der EUR/USD setzt seine Verluste den zweiten Tag in Folge fort und wird während der asiatischen Handelszeit am Dienstag bei rund 1,1760 gehandelt. Die technische Analyse des Tages-Charts deutet auf eine anhaltende bullishe Tendenz hin, da sich das Paar innerhalb des aufsteigenden Kanal-Musters bewegt.
Das Paar EUR/USD hält sich über beiden, dem Neun-Perioden- und dem 50-Perioden-Exponential Moving Average (EMA), was eine leichte bullishe Tendenz aufrechterhält. Der kurzfristige EMA, der über dem längeren liegt, zusammen mit einem 14-Tage Relative Strength Index (RSI), der um 56 pendelt, deutet darauf hin, dass das Aufwärtsmomentum konstruktiv bleibt, auch wenn es sich noch nicht im überkauften Bereich befindet.
Auf der Oberseite liegt die primäre Hürde beim 12-Wochen-Hoch von 1,1849, das am 17. April erreicht wurde. Ein Durchbruch über dieses Niveau würde das Paar dazu führen, die obere Begrenzung des aufsteigenden Kanals bei etwa 1,2020 zu testen. Weitere Anstiege oberhalb des Kanals würden das Paar dazu bringen, die Region um 1,2082 zu erkunden, das höchste Niveau seit Juni 2021, erreicht am 27. Januar.
Das Paar EUR/USD könnte unmittelbare Unterstützung beim Neun-Tage-EMA von 1,1744 finden, gefolgt von der unteren Begrenzung des aufsteigenden Kanals bei etwa 1,1730 und dem 50-Tage-EMA von 1,1697. Weitere Rückgänge würden den Abwärtsdruck auf das Paar erhöhen, um die Region um das Neun-Monats-Tief von 1,1411 zu durchlaufen, das am 13. März verzeichnet wurde.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.