Die Ökonominnen Julia Goh und Loke Siew Ting von UOB verweisen darauf, dass die Devisenreserven der Bank Negara Malaysia (BNM) Ende April 2026 auf 129,7 Milliarden US-Dollar gestiegen sind. Das ist der höchste Stand seit 2014 und verschafft dem malaysischen Ringgit (MYR eine stärkere Absicherung. Zwar hat sich die Netto-Short-Position der Notenbank bei Devisenswaps ausgeweitet, sie wird jedoch als beherrschbar eingeschätzt. Die gestiegene Reservebasis dürfte die Währungsstabilität und das Vertrauen der Investoren stützen.
„Die Devisenreserven der Bank Negara Malaysia (BNM) stiegen im Monatsvergleich um 3,1 Milliarden US-Dollar auf 129,7 Milliarden US-Dollar Ende April und erreichten damit den höchsten Stand seit August 2014. Insgesamt legten die Reserven von Januar bis April um 4,2 Milliarden US-Dollar zu (nach +2,5 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum 2025).“
„Dies entspricht einer Deckung von 4,7 Monaten der Importe von Gütern und Dienstleistungen und liegt beim 0,9-Fachen der gesamten kurzfristigen Auslandsverschuldung.“
„Auf der externen Seite hat sich die Reserveposition Malaysias weiter verbessert. Zwar weitete sich die Netto-Short-Position der BNM bei Devisenswaps auf 23,2 Milliarden US-Dollar (18,3 Prozent der Reserven) aus, bleibt damit jedoch unter dem Höchststand von 29,3 Milliarden US-Dollar (25,5 Prozent der Reserven) im Juli 2024 und gilt als beherrschbar.“
„Insgesamt sollte die verbesserte Reserveposition das Vertrauen in die Fähigkeit Malaysias stärken, externe Schwankungen zu bewältigen, und damit sowohl die Stabilität der Währung als auch die Stimmung der Investoren stützen.“