Das Währungspaar AUD/JPY gewinnt am Dienstag in den frühen europäischen Handelsstunden nahe 114,00 an Stärke. Ein hawkischer Ton der Reserve Bank of Australia (RBA) stützt den Australischen Dollar (AUD) gegenüber dem Japanischen Yen (JPY).
Die australische Zentralbank signalisierte, dass weitere Zinserhöhungen bevorstehen, wobei ihre Wirtschaftsprognosen bis Ende 2026 einen Leitzins von 4,70 % vorsehen und bis 2028 keine Zinssenkungen erwartet werden, so CNBC.
Andererseits könnte das Potenzial für weitere Interventionen der japanischen Behörden den JPY stützen und die Aufwärtsbewegung des Währungspaares begrenzen. Japanische Beamte sollen während der Golden Week erneut am Devisenmarkt interveniert haben.
Darüber hinaus erklärte Japans Finanzministerin Satsuki Katayama am Dienstag, dass Japan und die Vereinigten Staaten (USA) ihre enge Zusammenarbeit bei Währungsbewegungen bekräftigt haben. Letzte Woche hatte Japans oberster Devisenbeamter Atsushi Mimura erklärt, dass weitere Interventionen möglich seien.
Im Tages-Chart hält AUD/JPY einen konstruktiven bullischen Ton, da es oberhalb des 20-Tage-Bollinger-Simple Moving Average und deutlich über dem 100-Tage-Exponential Moving Average konsolidiert. Der Kurs befindet sich in der oberen Hälfte der Bollinger-Bänder, wobei das obere Band als unmittelbarer Widerstand fungiert, während der Relative Strength Index bei etwa 59 im positiven Bereich bleibt, ohne jedoch überkaufte Bedingungen anzuzeigen, was auf anhaltendes, aber nicht überdehntes Aufwärtsmomentum hindeutet.
Auf der Oberseite zeigt sich der unmittelbare Widerstand am Hoch vom 6. Mai bei 114,32. Die nächste Hürde ist das obere Bollinger-Band bei 114,80, und ein Tagesschlusskurs über diesem Widerstand würde den Weg für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends öffnen. Auf der Unterseite bietet das mittlere Bollinger-Band bei 113,75 erste Unterstützung, gefolgt von sekundärem Schutz am unteren Band bei rund 112,67, wobei der 100-Tage-EMA weiter unten bei etwa 109,82 als tiefer liegende, trendbestimmende Unterstützung fungiert, solange das Paar komfortabel darüber handelt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.