Der Euro (EUR) zeigt sich fest und legt um 0,4 Prozent gegenüber dem US-Dollar (USD) zu. In einem Umfeld breiter Dollar-Schwäche zählt die Gemeinschaftswährung damit zu den soliden Mittelfeld-Performern unter den G10-Währungen, berichten die Devisenstrategen Shaun Osborne und Eric Theoret von Scotiabank.
„Die veröffentlichten Konjunkturdaten beschränkten sich zuletzt auf nachrangige Stimmungsindikatoren, während Äußerungen von EZB-Ratsmitglied Muller einen neutral bis leicht restriktiven Ton hatten und auf höhere Zinsen in den kommenden Jahren verwiesen. Die Renditeabstände zwischen der Eurozone und den USA zeigen Anzeichen einer Stabilisierung und bieten dem Euro damit fundamentale Unterstützung, nachdem sie sich in der vergangenen Woche spürbar verengt hatten.“
„Die Korrelation zwischen Euro und Zinsdifferenzen erholt sich deutlich, was auf eine Rückkehr zu stärker fundamental getriebenen Bewegungen hindeutet. Auch die Risikoumkehrungen zeigen erste Anzeichen einer Stabilisierung und liefern zusätzliche Unterstützung von der Stimmungsseite, nachdem es zuvor zu einem ebenso belastenden Rückgang gekommen war. Wir bleiben auf mittlere Sicht optimistisch für den Euro und peilen einen Kurs von 1,18 zum Ende des ersten Quartals sowie 1,22 bis Ende 2026 an.“
„Die jüngste Erholung des Euro ist von Bedeutung, da sie eine klare bullische Gegenbewegung darstellt und eine Ausweitung des Rückgangs nach dem Wochenschluss unter die 50-Tage-Linie bei 1,1654 verhindert hat. Diese Marke ist wichtig, da sie im vergangenen Jahr abwechselnd als Unterstützung und Widerstand fungierte. Wir sehen die aktuelle Handelsspanne zwischen einer Unterstützung bei 1,1620 und einem Widerstand bei 1,18. Kurzfristig erwarten wir eine Seitwärtsbewegung in einer Bandbreite von 1,1650 bis 1,1750.“