Gold (XAU/USD) wird unter dem Allzeithoch, das am Vortag erreicht wurde, und der Marke von 4.600 USD während der asiatischen Sitzung am Dienstag konsolidiert, da Händler darauf warten, die neuesten US-Verbraucherinflationszahlen zu erhalten. Die entscheidenden Daten könnten weitere Hinweise auf den Zinssenkungspfad der US-Notenbank (Fed) geben, was wiederum die kurzfristige Kursdynamik des US-Dollars (USD) beeinflussen und dem renditelosen gelben Metall neue Richtungsimpulse verleihen könnte. In der Zwischenzeit wirkt sich ein insgesamt positiver Ton an den Aktienmärkten als Gegenwind für den sicheren Rohstoff aus.
In der Zwischenzeit halten Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed die USD-Bullen in der Defensive. Darüber hinaus unterstützen geopolitische Risiken, die sich aus dem US-Eingreifen in Venezuela, der Drohung von US-Präsident Donald Trump mit militärischen Maßnahmen als Reaktion auf die Unruhen im Iran, dem Drängen des Weißen Hauses auf den Erwerb Grönlands und dem Russland-Ukraine-Krieg ergeben, Gold. Dies deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für das XAU/USD-Paar nach oben bleibt und jeder korrigierende Rückgang als Kaufgelegenheit angesehen werden könnte. Allerdings rechtfertigen leicht überkaufte Bedingungen Vorsicht für die Bullen.
Der aufsteigende Kanal von 3.920,24 USD leitet den Aufwärtstrend, mit Widerstand nahe 4.656,02 USD. Der 50-Tage-Simple Moving Average (SMA) zeigt nach oben, was die feste Kaufneigung unterstreicht. Das XAU/USD-Paar hält sich über dem SMA und bewahrt die bullische Kontrolle. Die MACD-Linie steht über der Signallinie, und beide liegen im positiven Bereich. Das sich verbreiternde positive Histogramm deutet auf ein zunehmendes Momentum hin, während der Relative Strength Index (RSI) bei 70,26 (überkauft) notiert, was die Gewinne an der Kanalobergrenze begrenzen könnte.
Die Trendbedingungen bleiben günstig, während der 50-Tage-SMA steigt und der Preis ihn respektiert, wobei der SMA bei 4.255,80 USD als nahe Unterstützung fungiert. Der MACD über null verstärkt den bullischen Ton, obwohl das Momentum abkühlen könnte, da der RSI im überkauften Bereich bleibt. Ein Rückgang wird voraussichtlich über dem SMA gehalten, während ein Schlusskurs über der Kanalobergrenze den Weg für eine Fortsetzung öffnen würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.