Krypto-Schock nach US-Jobdaten: Dogecoin rutscht plötzlich ab

Quelle Fxstreet

Dogecoin (DOGE) notiert am Freitag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Minus. Auslöser ist ein sprunghafter Anstieg der Volatilität nach der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts (Nonfarm Payrolls, NFP).

Das US-Arbeitsministerium (Bureau of Labor Statistics, BLS) teilte mit, dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft im Dezember um 50.000 gestiegen ist. Damit blieb der Zuwachs unter den Markterwartungen von 60.000.

Die Arbeitslosenquote sank auf 4,4 Prozent und lag damit ebenfalls unter der Prognose von 4,5 Prozent. Zuvor waren für November 56.000 neue Stellen gemeldet worden (nach einer Revision von ursprünglich 64.000). Das BLS erklärte in seiner Mitteilung: „Mit diesen Revisionen liegt die Beschäftigung in den Monaten Oktober und November zusammen um 76.000 unter den zuvor gemeldeten Werten.“

Der Kryptomarkt reagierte mit deutlichen Ausschlägen. Dogecoin verzeichnete im Tagesverlauf einen Verlust von rund zwei Prozent und fiel am Freitag auf 1,1430 US-Dollar. Bitcoin (BTC) testete zugleich die wichtige Marke von 90.000 Dollar, während Ethereum leicht nachgab, sich aber oberhalb von 3.000 Dollar hielt.

Dogecoin rutscht ab – schwächere Nachfrage und geringe ETF-Zuflüsse

Der Derivatemarkt für Dogecoin zeigt erste Ermüdungserscheinungen, nachdem das Open Interest bei Futures am Dienstag kurzfristig auf 1,96 Milliarden US-Dollar gestiegen war. Der Anstieg von 1,55 Milliarden Dollar zu Jahresbeginn ging mit einer allgemein höheren Risikobereitschaft am Kryptomarkt einher, insbesondere bei Meme-Coins.

Makroökonomische Unsicherheiten belasteten jedoch die Stimmung und lösten eine breite Verkaufswelle aus. In der Folge schrumpfte das Open Interest bis Freitag auf 1,82 Milliarden Dollar. Setzt sich dieser Abwärtstrend fort und signalisiert damit eine schwache Nachfrage privater Anleger, dürfte eine nachhaltige Erholung schwer fallen. In diesem Fall würde auch das Risiko steigen, dass der Kurs erneut das Dezember-Tief bei 0,1161 Dollar testet.

Dogecoin Open Interest | Quelle: CoinGlass

Parallel dazu verzeichneten Dogecoin-Spot-ETFs am Donnerstag trotz der hohen Marktschwankungen in dieser Woche einen leichten Mittelzufluss von knapp 334.000 Dollar.

Daten von SoSoValue zeigen, dass die in den USA gelisteten ETF-Produkte am 2. Januar mit 2,3 Millionen Dollar den bislang höchsten Zufluss seit ihrer Einführung verbuchten. Es folgte am Montag der zweitgrößte Tageszufluss von 1,6 Millionen Dollar. Eine anhaltende Zunahme der ETF-Zuflüsse könnte die Risikobereitschaft stärken und die Chancen auf eine Erholung von Dogecoin erhöhen.

Dogecoin ETF-Daten | Quelle: SoSoValue

Technischer Ausblick: Abwärtsdruck bei Dogecoin hält an

Dogecoin wird am Freitag bei 1,1430 Dollar gehandelt. Der 50-Tage-Exponentielle Gleitende Durchschnitt (EMA) begrenzt kurzfristige Erholungsversuche bei 0,1436 Dollar. Der 100-Tage-EMA fällt weiter und liegt bei 0,1608 Dollar, während auch der 200-Tage-EMA bei 0,1791 Dollar abwärtsgerichtet ist und das übergeordnete negative Bild bestätigt.

Der MACD-Indikator auf Tagesbasis befindet sich zwar weiterhin im positiven Bereich, wobei die blaue Linie über der roten Signallinie liegt. Dies deutet auf einen leichten Vorteil der Käufer hin. Allerdings beginnt das positive grüne Histogramm oberhalb der Nulllinie zu schrumpfen, was auf nachlassendes Momentum hindeutet.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt im gleichen Zeitfenster bei 55 Punkten und damit im neutralen bis leicht positiven Bereich. Ein klarer Ausbruch nach oben würde das Szenario einer Erholung untermauern.

DOGE/USD-Tageschart

Die fallende Trendlinie vom Hoch bei 0,3063 Dollar wurde nahe 0,1276 Dollar durchbrochen und dient nun als erste Unterstützungszone. Verteidigen Käufer dieses Niveau, dürfte der Fokus auf den Widerstand am 200-Tage-EMA bei rund 0,1795 Dollar rücken. Ein Unterschreiten hingegen würde das Risiko erhöhen, dass der Kurs erneut in den Bereich des Ausbruchs zurückfällt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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