Der Euro notiert am Freitag zu Beginn der europäischen Handelssitzung unverändert bei 0,8675, auf halbem Weg der Wochenbandbreite, nachdem gemischte makroökonomische Daten aus Deutschland veröffentlicht wurden. Aus einer breiteren Perspektive betrachtet ist das Paar auf dem Weg zu einem Wochenverlust von 0,3 % und einem Ausverkauf von 1,5 % gegenüber den Höchstständen von Mitte November über 0,8800.
Die am Freitag veröffentlichten deutschen Daten zeigten, dass die Industrieproduktion im November um 0,8 % gestiegen ist, nach einem Anstieg von 2,0 % im Vormonat, während der Markt einen Rückgang von 0,4 % erwartet hatte.
Der Handelsüberschuss hingegen verringerte sich von 16,9 Mrd. € im Oktober auf 13,1 Mrd. € im November und lag damit unter dem vom Markt konsensual erwarteten Überschuss von 16,5 Mrd. €. Die Exporte gingen um 2,5 % zurück, während der Markt eine unveränderte Entwicklung erwartet hatte, was erneut Bedenken hinsichtlich der Aussichten für die führende Wirtschaft der Eurozone aufkommen ließ.
Am Freitag wird erwartet, dass die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone im November um 0,1 % gestiegen sind, nachdem sie im Oktober bei 0 % gelegen hatten. Im Jahresvergleich dürfte der Einzelhandelskonsum von 1,5 % im Oktober auf 1,6 % gestiegen sein.
In Großbritannien ist der Wirtschaftskalender diese Woche dünn. Das Pfund bleibt nach einer Abwärtskorrektur des S&P Global Services PMI am Montag in der Defensive. Diese Zahlen haben Bedenken hinsichtlich einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums vor dem Hintergrund hoher Inflation aufkommen lassen, was der Bank of England Kopfzerbrechen bereiten wird und das Paar vor einem weiteren Rückgang bewahrt.
Die vom Statistischen Bundesamt Deutschland veröffentlichte Industrieproduktion misst die Produktion der deutschen Fabriken und Bergwerke. Veränderungen in der Industrieproduktion werden als wichtiger Indikator für die Stärke des verarbeitenden Gewerbes aufmerksam verfolgt. Ein hoher Wert wird als positiv (oder bullish) für den EUR angesehen, während ein niedriger Wert als negativ (oder bearish) angesehen wird.
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Letzte Veröffentlichung: Fr, 09.01.2026, 07:00 Uhr
Häufigkeit: monatlich
Ist: -
Konsens: -
Vorher: 0,8 %
Quelle: Statistisches Bundesamt
Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Exporte von Waren und Dienstleistungen umfassen Transaktionen von Waren und Dienstleistungen (Verkäufe, Tauschgeschäfte, Geschenke oder Zuwendungen) von Gebietsansässigen an Gebietsfremde.
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Letzte Veröffentlichung: Fr, 09.01.2026, 07:00 Uhr
Häufigkeit: Monatlich
Ist: -2,5 %
Konsens: 0 %
Vorher: 0,1 %
Quelle: Statistisches Bundesamt