Die kanadischen Arbeitsmarktdaten für Dezember werden heute um 13:30 Uhr GMT veröffentlicht. Statistics Canada wird voraussichtlich zeigen, dass es einen Rückgang der Erwerbsbevölkerung gab, da 5.000 Arbeiter entlassen wurden, während im November 53.600 Arbeitssuchende eingestellt wurden. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich auf 6,6 % steigen, gegenüber der vorherigen Veröffentlichung von 6,5 %.
Anzeichen für eine Verlangsamung des Arbeitsmarktes werden voraussichtlich ungünstig für den Kanadischen Dollar (CAD) sein, da sie den Bedarf an Zinssenkungen durch die Bank of Canada (BoC) in naher Zukunft erhöhen könnten. Die kanadische Zentralbank hielt die Zinssätze in ihren letzten beiden geldpolitischen Sitzungen bei 2,25 % stabil und erklärte, dass die aktuelle Politik angemessen sei, um die Inflation nahe dem Ziel von 2 % zu halten und die Wirtschaft in dieser Phase der strukturellen Anpassung zu unterstützen.
Neben den Arbeitsmarktdaten werden die Anleger auch auf die Daten zu den durchschnittlichen Stundenlöhnen achten, einem wichtigen Maß für das Lohnwachstum. Das Maß für das Lohnwachstum stieg im November mit einer annualisierten Rate von 4 %.

USD/CAD setzt seine zweiwöchige Rallye am Freitag auf fast 1,3871 fort, vor der Veröffentlichung der US NFP-Daten. Der 20-Tage exponentiell gleitende Durchschnitt (EMA) hat sich auf 1,3793 nach oben gedreht, und das Paar hält sich darüber, was eine kurzfristige bullische Neigung bewahrt.
Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) bei 60 (bullisch) bestätigt das verbesserte Momentum ohne überkaufte Druck.
Gemessen vom Hoch bei 1,4142 bis zum Tief bei 1,3646 ist das Paar auf fast das 50%-Fibonacci-Retracement bei 1,3894 gestiegen. Ein täglicher Schlusskurs darüber würde die Erholung in Richtung des 61,8%-Fibonacci-Retracements bei 1,3952 ausdehnen. Im Gegensatz dazu könnte die Aufwärtsneigung abflauen, wenn es nicht gelingt, über 1,3894 auszubrechen, was zu einer Korrektur in Richtung des 23,6%-Fibonacci-Retracements bei 1,3763 führen könnte.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.
Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.
Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.