Der Euro (EUR) geht am Donnerstag unverändert gegenüber dem US-Dollar (USD) in den nordamerikanischen Handel. Die Gemeinschaftswährung konsolidiert damit ihre jüngste Schwächephase innerhalb der seit Juni bestehenden Seitwärtsbewegung, berichten die Devisenstrategen Shaun Osborne und Eric Theoret von Scotiabank.
„Die deutschen Auftragseingänge sind im November deutlich stärker ausgefallen als erwartet und haben mit einem überraschend kräftigen Plus von 5,6 Prozent zum Vormonat überrascht. Gerechnet worden war mit einem leichten Rückgang. Die besseren Daten scheinen dem Euro nach den schwächeren Inflationszahlen zu Wochenbeginn etwas Stabilität zu verleihen.“
„Die geldpolitische Ausrichtung der EZB bleibt insgesamt neutral, mit einer Tendenz zu höheren Zinsen auf mittlere Sicht. EZB-Chefvolkswirt Lane wird am Freitag sprechen, seine Aussagen dürften dem Euro kurzfristig neue Impulse geben. Fundamentale Zinsdifferenzen wirken weiterhin unterstützend, allerdings dominiert derzeit die Stimmung. Dies zeigt sich an der engen Korrelation des Euro mit Risk Reversals sowie an der gesunkenen Prämie für Absicherung gegen Aufwärtsrisiken.“
„Der Euro scheint sich im Bereich der mittleren bis oberen 1,16er-Zone zu stabilisieren, knapp oberhalb des 50-Tage-Durchschnitts bei 1,1649. Die Handelsspanne seit Juni ist flach und bewegt sich grob zwischen 1,14 und 1,18. Der RSI ist leicht negativ, pendelt jedoch nahe der neutralen Marke von 50, die er in den vergangenen Sitzungen gerade unterschritten hat. Ohne einen Bruch der 50-Tage-Linie bleiben wir neutral und erwarten kurzfristig eine Spanne zwischen 1,1650 und 1,1750.“