Das Pfund Sterling (GBP) handelt am Dienstag höher gegenüber seinen wichtigsten Währungspeers, mit Ausnahme der Antipoden. Die britische Währung gewinnt, da sich die Marktstimmung zugunsten von risikobehafteten Anlagen wendet, während die Marktängste aufgrund der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch das US-Militär wegen Drogenhandelsvorwürfen nachlassen.
Die S&P 500-Futures setzen die Gewinne vom Montag während der europäischen Handelszeit fort und zeigen die höhere Risikobereitschaft der Anleger.
Am Montag wurden die Anleger risikoscheu, nachdem die US-Militäraktion in Venezuela und die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass Washington die Ölindustrie Venezuelas umstrukturieren wird, bekannt wurden.
In der Heimat ist der wirtschaftliche Kalender des Vereinigten Königreichs (UK) in dieser Woche dünn, daher wird erwartet, dass die Markterwartungen für den geldpolitischen Ausblick der Bank von England (BoE) das Pfund Sterling antreiben.
Die BoE wird voraussichtlich im Jahr 2026 einen schrittweisen geldpolitischen Lockerungsweg einschlagen, da die Inflation im Vereinigten Königreich weiterhin über dem Ziel von 2 % liegt, obwohl der Preisdruck in den letzten zwei Monaten nachgelassen hat. Die jährliche Inflation des Verbraucherpreisindex (CPI) im Vereinigten Königreich fiel im November auf 3,2 % im Vergleich zu einem Höchststand von 3,8 % im September.

GBP/USD handelt zum Zeitpunkt des Schreibens bei 1,3550. Der 20-Tage exponentiell gleitende Durchschnitt (EMA) steigt unter dem Preis und hält die kurzfristige Tendenz nach oben gerichtet. Ein nachhaltiger Schluss über diesem Maßstab begünstigt eine Fortsetzung des Anstiegs.
Der Relative Strength Index (RSI) bei 68,79 liegt nahe dem überkauften Bereich und bestätigt ein starkes bullisches Momentum. Gemessen vom Hoch bei 1,3799 bis zum Tief bei 1,3008 wurde das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 1,3497 zurückerobert.
Der Trend bleibt positiv, solange das Paar über dem aufsteigenden 20-EMA bleibt, wobei der letzte Indikator bei 1,3444 als dynamische Unterstützung bei Rücksetzern fungiert. In der Zwischenzeit bleibt der RSI erhöht und steigt, was Spielraum für eine Erweiterung lässt, bevor das Momentum abkühlt. Auf der Oberseite steht das 78,6%-Retracement bei 1,3630 als nächster Widerstand, gemessen vom Hoch bei 1,3799 bis zum Tief bei 1,3008. Ein Durchbruch über diese Barriere würde den Weg für eine weitere Erholung öffnen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.