Gold-Analyse: Erholungsversuch mit angezogener Handbremse – Warsh und Geopolitik begrenzen Potenzial
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Der Rebound: Gold erholt sich vom Tief bei 4.400 Dollar, stößt aber im Bereich von 4.856 Dollar auf Widerstand.
Der "Falken"-Faktor: Die Nominierung von Kevin Warsh stärkt den Dollar und dämpft die Fantasie für das zinslose Edelmetall.
Risiko-Abbau: Entspannungssignale aus dem Iran und der US-Indien-Handelsdeal lassen die geopolitische Risikoprämie schmelzen.
Der Goldpreis (XAU/USD) versucht sich am Dienstag an einer Stabilisierung. Nachdem das Edelmetall am Vortag im Bereich von 4.400 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit dem 6. Januar gefallen war, nutzten Schnäppchenjäger die Gelegenheit für einen Einstieg. Im asiatischen Handel kletterten die Notierungen zeitweise bis in die Region von 4.856 US-Dollar.
Doch die Luft nach oben ist dünn. Analysten warnen davor, die Bewegung überzubewerten, da eine Kombination aus fundamentalen Belastungsfaktoren und markttechnischen Bremsklötzen eine nachhaltige Rallye derzeit unwahrscheinlich macht.
Makro-Gegenwind: Der "Warsh-Effekt" und starke US-Daten
Der wohl stärkste Gegenwind kommt aus Washington. Die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell für die Spitze der US-Notenbank Fed hat an den Märkten Klarheit geschaffen – allerdings zugunsten des US-Dollars. Warsh gilt als geldpolitischer "Falke", der bei steigenden Inflationserwartungen nicht zögern dürfte, die Zügel straff zu halten. Diese Aussicht stützt den Greenback, der seine Erholung vom Vier-Jahres-Tief verteidigt, und macht Gold als zinslose Anlage relativ unattraktiver.
Flankiert wird dies von überraschend robusten Konjunkturdaten. Der ISM Manufacturing PMI kletterte im Januar auf 52,6 Punkte (Vormonat: 47,9) und signalisiert damit erstmals seit einem Jahr wieder Wachstum in der US-Industrie. Ein starker Dollar und eine brummende Wirtschaft sind traditionell kein gutes Umfeld für das Edelmetall.
Markt-Mechanik: Margen-Erhöhung und geopolitische Entspannung
Neben der Makroökonomie drückt die veränderte Risikowahrnehmung auf den Kurs. Die geopolitische Risikoprämie, die Gold zuletzt beflügelt hatte, wird derzeit ausgepreist. Investoren reagieren erleichtert auf die geplante Wiederaufnahme der Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran am Freitag sowie auf den sofortigen Zollabbau im Rahmen des neuen US-Indien-Handelsdeals. Hinzu kommt die allgemein positive Stimmung an den Aktienmärkten, die Kapital aus den "sicheren Häfen" abzieht.
Verschärft wurde der Verkaufsdruck durch einen technischen Eingriff der Terminbörse CME Group. Die Erhöhung der Margenanforderungen für Edelmetall-Futures zwang zahlreiche Marktteilnehmer zu Liquidierungen ("Margin Calls"), was den jüngsten Rutsch auf das Vier-Wochen-Tief beschleunigte.
Charttechnik: Pattsituation zwischen Bullen und Bären
Technisch präsentiert sich Gold derzeit in einer fragilen Verfassung. Zwar konnte der Kurs die 50-Tage-Linie (SMA) verteidigen und vom 50%-Retracement der Rallye (Juli 2025 bis Januar 2026) nach oben abprallen. Auch das 38,2%-Fibonacci-Level im Bereich von 4.645–4.650 US-Dollar bietet eine solide Unterstützung. Der RSI (Relative Strength Index) deutet mit einem Wert von 51,91 auf eine leichte Stabilisierung hin.
Doch die Warnsignale sind nicht zu übersehen: Der MACD-Indikator notiert weiterhin unter der Signallinie und unter Null, was den bärischen Grundton untermauert. Das sich ausweitende negative Histogramm deutet darauf hin, dass das Abwärtsmomentum noch nicht gebrochen ist. Händler warten nun auf die JOLTS-Daten am Nachmittag, um die Richtung zu bestätigen. Solange das Rekordhoch von 5.600 US-Dollar in weiter Ferne liegt, bleibt die aktuelle Bewegung als technische Korrektur im Abwärtstrend zu werten.
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