Goldpreis gewinnt an Fahrt, Israels Angriff auf Rafah stärkt Zuflüsse in sichere Häfen

Autor: FXStreet
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  • Goldpreis legt in der asiatischen Sitzung am Montag zu.


  • Der Anstieg des Edelmetalls wird durch den schwächeren US-Dollar und steigende geopolitische Risiken im Nahen Osten unterstützt.


  • Die Reden von den Fed-Mitgliedern Bowman, Mester und Kashkari am Dienstag werden genau beobachtet.


Goldpreis (XAU/USD) festigt sich am Montag. Der schwächere US-Dollar (USD) und die erneut eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten stützen das Edelmetall. Auf längere Sicht könnte die Nachfrage der Zentralbanken nach Gold das Edelmetall stärken. Dennoch könnten die geringeren Wetten auf eine Zinssenkung der Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr und die hawkishe Haltung der Fed-Beamten einen gewissen Verkaufsdruck auf XAU/USD ausüben, da Gold als Wertanlage bei steigenden Zinsen weniger attraktiv wird.


Am Montag bleiben die US-Banken wegen des Memorial Day Feiertags geschlossen. Goldhändler werden am Dienstag weitere Hinweise aus den Reden der Fed, einschließlich Michelle Bowman, Loretta Mester und Neel Kashkari, entnehmen. Das erste Quartalswachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der USA, das am Donnerstag bekannt gegeben wird und voraussichtlich um 1,5 % im Q1 zugenommen hat, steht im Rampenlicht. Stärker als erwartete Daten könnten den Greenback stärken und auf in USD notiertes Gold drücken.


Täglicher Überblick über Marktbeweger: Goldpreis zieht Käufer aufgrund geopolitischer Risiken an


Das Gesundheitsministerium in Gaza berichtete, dass laut CNN bei israelischen Luftangriffen auf ein Lager für Vertriebene in Rafah am Sonntag mindestens 35 Palästinenser getötet und Dutzende weitere verletzt wurden.


Der Goldpreis ist laut Daten des World Gold Council seit Jahresbeginn um über 16% gestiegen und erreichte im Mai mit über 2.400 US-Dollar pro Unze einen Rekordhoch.


Die Bestellungen für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA stiegen im April um 0,7% gegenüber der nach unten korrigierten Rate von 0,8% im März, besser als die erwarteten -0,8%.


Der Verbraucherstimmungsindex der Universität von Michigan lag im Mai bei 69,1, gegenüber 67,4 im April, über dem Marktkonsens von 67,5. Die Inflationserwartungen für ein Jahr stiegen leicht auf 3,3% von 3,2%, während die Fünfjahres-Inflationserwartungen auf 3% von 3,1% zurückgingen.


Analysten von UBS haben ihre Goldpreisprognose für Ende 2024 kürzlich auf 2.600 US-Dollar angehoben. Analysten von Citi prognostizieren, dass der Goldpreis in den nächsten sechs bis 18 Monaten 3.000 US-Dollar pro Unze erreichen wird.


Die Goldimporte nach Indien, dem weltweit zweitgrößten Goldverbraucher, könnten in diesem Jahr laut Reuters um fast ein Fünftel fallen, da hohe Preise Einzelhandelskunden dazu ermutigen, alten Schmuck gegen neue Artikel einzutauschen.


Technische Analyse: Goldpreis behält auf dem Tages-Chart die bullische Stimmung bei


Der Goldpreis steigt heute leicht an. Die konstruktive Haltung des Edelmetalls bleibt unverändert, da es über dem wichtigen 100-Tage-Exponentiell Gleitenden Durchschnitt (EMA) auf dem Tages-Chart bleibt. Allerdings steht der 14-Tage Relative Stärke Index (RSI) in einer bärischen Zone um 48,5, was darauf hindeutet, dass eine Konsolidierung oder weitere Abwärtsbewegungen beim Goldpreis nicht ausgeschlossen werden können.


Die erste Widerstandsmarke für das gelbe Metall wird in der Nähe der oberen Grenze des Bollinger-Bandes bei $2.428 auftauchen. Weitergehende Gewinne könnten zu einer Rally bis zum Allzeithoch von $2.450 und der psychologischen Marke von $2.500 führen.


Auf der Unterseite fungiert die runde Marke von $2.300 als anfängliches Unterstützungsniveau für das Edelmetall. Ein Bruch unter dieses Niveau könnte zu einem Rückgang zur unteren Grenze des Bollinger-Bandes bei $2.267 führen. Das nächste potenzielle Widerstandsniveau wird beim 100-Tage EMA bei $2.220 gesehen.



US-Dollar Kurs heute


Die untenstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des US-Dollars (USD) gegenüber den aufgelisteten Hauptwährungen heute. Der US-Dollar war gegenüber dem Schweizer Franken am stärksten.


  USD EUR GBP CAD AUD JPY NZD CHF
USD   -0.03% -0.05% -0.02% -0.14% -0.08% -0.10% 0.00%
EUR 0.03%   -0.02% 0.00% -0.11% -0.04% -0.07% 0.03%
GBP 0.05% 0.01%   0.02% -0.09% -0.03% -0.05% 0.04%
CAD 0.03% 0.00% -0.02%   -0.12% -0.04% -0.07% 0.01%
AUD 0.16% 0.14% 0.12% 0.14%   0.09% 0.04% 0.16%
JPY 0.08% 0.04% 0.04% 0.03% -0.08%   -0.02% 0.06%
NZD 0.10% 0.06% 0.04% 0.07% -0.07% 0.03%   0.09%
CHF 0.00% -0.03% -0.04% -0.02% -0.14% -0.07% -0.10%  

Die Wärmekarte zeigt die prozentualen Veränderungen der Hauptwährungen gegeneinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Kurswährung aus der oberen Reihe gewählt wird. Zum Beispiel, wenn Sie den Euro aus der linken Spalte auswählen und entlang der horizontalen Linie bis zum Japanischen Yen bewegen, wird die in dem Feld angezeigte prozentuale Veränderung EUR (Basis)/JPY (Kurs) darstellen.

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