DBS Group Research rechnet für China im August mit einer Belebung der Industrieproduktion auf 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rückenwind kommt demnach von einem starken Exportwachstum, das vor allem durch die Nachfrage nach KI-bezogener Elektronik getragen wird. Taimur Baig und Chang Wei Liang erwarten jedoch, dass die Einzelhandelsumsätze verhalten bleiben. Zudem rechnen sie mit einer weiteren Abschwächung der Anlageinvestitionen, da die Immobilienflaute und der Übergang zum Verkauf fertiggestellter Wohnungen die Aktivität belasten.
"Die Industrieproduktion dürfte sich von 4,5 Prozent im Juli auf 5,0 Prozent im August gegenüber dem Vorjahr verbessern, gestützt durch starke Exporte."
"Das Exportwachstum legte von 23,9 Prozent im Juli auf 25,0 Prozent im August gegenüber dem Vorjahr zu, getragen von einer robusten Nachfrage nach KI-bezogener Elektronik."
"Auf der Binnenseite dürfte das Wachstum der Einzelhandelsumsätze im August jedoch mit 0,4 Prozent verhalten bleiben, teilweise wegen einer hohen Vergleichsbasis durch die Inzahlungnahme-Subventionsprogramme des Vorjahres."
"Auf der Investitionsseite dürfte sich der Rückgang der Anlageinvestitionen von minus 6,7 Prozent seit Jahresbeginn im Juli auf minus 7,0 Prozent seit Jahresbeginn im August ausweiten."
"Chinas Übergang vom Vorverkauf hin zum Verkauf fertiggestellter Wohnungen dürfte kurzfristig auf Investitionen, Grundstückskäufe und Projektstarts lasten, besonders bei hoch verschuldeten privaten Entwicklern."