Der japanische Yen (JPY) zeigt sich gegenüber seinen wichtigsten Währungspaaren gemischt, verliert jedoch in der europäischen Handelssitzung am Montag deutlich gegenüber dem US-Dollar (USD) an Wert. Bei Redaktionsschluss notiert USD/JPY 0,44% höher bei fast 154,20.
Das Paar erholt sich nach einem schwachen Freitag deutlich, da Kommentare von US-Präsident Donald Trump, die auf seine wachsende Neigung zu höheren Zinssätzen hindeuten, den US-Dollar gestärkt haben.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, 0,35% höher bei fast 99,43.
Am Wochenende sagte US-Präsident Trump gegenüber Reportern beim Golfturnier Irish Open, dass er nicht wisse, ob die Entscheidungsträger der Federal Reserve (Fed) bei ihrer Sitzung in dieser Woche die Zinssätze anheben werden. Er sagte jedoch, die USA "sollten den niedrigsten Zinssatz der Welt zahlen", unabhängig davon, was die Daten der Federal Reserve über Inflation und Wirtschaft anzeigen, berichtete Business Standard.
Dies ist eine dramatische Kehrtwende gegenüber seiner mehrfachen Kritik an dem ehemaligen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell während seiner Amtszeit, weil dieser die Zinssätze nicht gesenkt hatte, hin zu neutralen Äußerungen.
Unterdessen hat auch eine Zunahme der hawkishen Fed-Wetten im Vorfeld der geldpolitischen Ankündigung am Mittwoch nach Veröffentlichung der heißen US-Verbraucher- und Erzeugerpreisdaten den US-Dollar gestärkt.
Auf der Tokio-Seite warten Anleger zudem auf die geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan (BoJ) am Freitag, bei der eine Anhebung der Zinssätze erwartet wird.
Im Tageschart notiert USD/JPY bei 154,20. Das Paar bleibt kurzfristig bärisch ausgerichtet, da der Spot unter dem 20-Tage Exponential Moving Average (EMA) bei 156,69 bleibt, wodurch die jüngsten Erholungen durch diesen dynamischen Widerstand begrenzt werden.
Der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) bei 33,43 hat sich aus dem überverkauften Bereich erholt, liegt aber weiterhin knapp über der 30-Marke, was darauf hindeutet, dass der Abwärtsdruck anhält, auch wenn das Verkaufs-Momentum allmählich nachlässt.
Auf der Oberseite wird der unmittelbare Widerstand durch den 20-Tage-EMA bei 156,69 definiert, und ein nachhaltiger Ausbruch über diese Barriere wäre erforderlich, um den aktuellen bärischen Bias zu neutralisieren und den Weg für eine breitere Erholung zu öffnen. Auf der Unterseite ist das Tief der Vorwoche nahe 152,90 die unmittelbare Unterstützung; darunter könnte sich der Rückgang des Paares in Richtung des Jahreshochs (YTD) bei 152,10 ausweiten.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Die US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) entscheidet achtmal im Jahr bei vorher festgelegten Sitzungen über die Geldpolitik und insbesondere über die Höhe der Leitzinsen. Sie verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine Inflationsrate von rund 2 % sowie die Sicherung der Vollbeschäftigung. Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Steuerung der Zinssätze – sowohl jener, zu denen die Fed Geld an Geschäftsbanken verleiht, als auch der Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Hebt die Fed die Zinsen an, gewinnt der US-Dollar (USD) in der Regel an Wert, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Senkt sie die Zinsen, neigt der Dollar dazu, an Wert zu verlieren, weil Investoren ihr Geld eher in Länder mit höheren Renditen verlagern. Bleiben die Zinsen unverändert, richtet sich der Fokus auf den Ton der begleitenden Erklärung des Offenmarktausschusses (FOMC): Klingt diese eher „hawkish“, also auf künftige Zinserhöhungen hindeutend, oder „dovish“, was auf mögliche Zinssenkungen schließen lässt.
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Quelle: Federal Reserve