Asiatische Aktien geben angesichts von Trumps Zöllen und der Spannungen zwischen den USA und dem Iran nach; Südkoreas KOSPI entwickelt sich schwächer

Quelle Fxstreet
  • Asiatische Aktien fallen angesichts von Sorgen über eskalierende Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie Trumps neue Zölle.
  • Die erhöhten Ölpreise schüren Inflationssorgen und verstärken die Wetten auf weitere hawkische Zentralbanken.
  • Die Trump-Regierung verhängte umfassende Zölle gegen 60 der wichtigsten Handelspartner des Landes.

Die asiatischen Aktienmärkte gaben am Freitag flächendeckend nach, da der sich verschärfende Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie die neuen Zölle von US-Präsident Donald Trump die Risikobereitschaft der Anleger für riskantere Anlagen dämpfen. Japans Nikkei N225 liegt fast 3% im Minus, während der südkoreanische KOSPI um mehr als 4,5% fiel und damit die breiteren Märkte unterperformte.

Das US-Militär teilte mit, dass es am Donnerstag eine weitere Runde von Angriffen gegen den Iran abgeschlossen habe, womit die 13. Nacht in Folge von Operationen markiert wurde. Die jüngsten Angriffe erfolgen vor dem Hintergrund einer sich ausweitenden regionalen Konfrontation, wobei der Iran und seine Verbündeten Vergeltungsschläge gegen mit den USA verbundene Militäreinrichtungen in Kuwait, Bahrain und Jordanien gestartet haben.

Darüber hinaus haben mit dem Iran verbundene Huthi-Rebellen den Krieg im Nahen Osten auf einen zweiten wichtigen Engpass für den Schiffsverkehr ausgeweitet und zwei saudische Öltanker im Roten Meer angegriffen. Dies verschärft die Sorgen über Unterbrechungen der Energieversorgung angesichts der Schließung der Straße von Hormus, trieb die Ölpreise am Donnerstag auf ein neues Hoch seit dem 11. Juni und schürte Inflationsängste.

Anleger bleiben besorgt, dass ein neuer Inflationsschock die großen Zentralbanken, einschließlich der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), zu einer hawkischeren Haltung zwingen würde. Laut dem FedWatch Tool der CME Group preisen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 93% ein, dass die US-Notenbank die Kreditkosten bis zum Jahresende anheben wird.

Unterdessen wird die Trump-Regierung umfassende neue Zölle in einer Spanne von 10% bis 12,5% auf 60 der wichtigsten Handelspartner verhängen, die nahezu alle Importe des Landes abdecken und die Befürchtungen eines globalen Handelskriegs neu entfachen. Dies wiederum wird als ein weiterer Faktor gesehen, der zu einem insgesamt schwächeren Ton an den globalen Finanzmärkten beiträgt.

Asiatische Aktien - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Asien trägt rund 70 Prozent zum weltweiten Wirtschaftswachstum bei und beheimatet mehrere bedeutende Börsenbarometer. In den entwickelten Volkswirtschaften der Region ragen vor allem der Nikkei 225, der 225 Unternehmen an der Börse Tokio umfasst, sowie der südkoreanische KOSPI heraus. China verfügt mit dem Hang Seng Index, dem Shanghai Composite und dem Shenzhen Composite über drei zentrale Indizes. Als große Schwellenwirtschaft rückt zudem Indien stärker in den Fokus internationaler Investoren, die vermehrt in Unternehmen investieren, die im BSE Sensex und im Nifty 50 gelistet sind.

Die großen Volkswirtschaften Asiens unterscheiden sich deutlich in ihrer Struktur, entsprechend variieren auch die prägenden Sektoren. Technologieunternehmen haben in Japan und Südkorea ein starkes Gewicht und gewinnen auch in China zunehmend an Bedeutung. Finanzdienstleister prägen insbesondere Börsenplätze wie Hongkong oder Singapur, die als wichtige regionale Finanzzentren gelten. In China und Japan spielt zudem die Industrie eine zentrale Rolle, etwa in der Automobilproduktion oder der Elektronikfertigung. Mit dem Wachstum der Mittelschicht in Ländern wie China und Indien gewinnen außerdem Einzelhandel und E-Commerce an Bedeutung.

Die Entwicklung asiatischer Aktienindizes wird von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst. Maßgeblich sind vor allem die Geschäftszahlen der im jeweiligen Index enthaltenen Unternehmen, die im Rahmen von Quartals- und Jahresberichten veröffentlicht werden. Darüber hinaus spielen die wirtschaftlichen Fundamentaldaten der einzelnen Länder, geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken sowie die Fiskalpolitik der Regierungen eine wichtige Rolle. Auch politische Stabilität, technologischer Fortschritt und die Rechtsstaatlichkeit können die Märkte beeinflussen. Hinzu kommt die Entwicklung der US-Börsen, da sich viele asiatische Märkte häufig an den Vorgaben der Wall Street orientieren. Schließlich wirkt sich auch die allgemeine Risikostimmung an den Finanzmärkten aus, da Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren als risikoreichere Anlageform gelten.

Aktieninvestitionen sind grundsätzlich mit Risiken verbunden. In Asien kommen spezifische regionale Faktoren hinzu. Die politischen Systeme reichen von gefestigten Demokratien bis hin zu autoritären Strukturen, wodurch sich Stabilität, Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und Anforderungen an die Unternehmensführung teils deutlich unterscheiden. Geopolitische Spannungen wie Handelskonflikte oder territoriale Auseinandersetzungen können ebenso für Kursschwankungen sorgen wie Naturkatastrophen. Zudem beeinflussen Wechselkursbewegungen die Bewertung von Aktienmärkten in der Region. Besonders exportorientierte Volkswirtschaften reagieren empfindlich auf Währungsschwankungen: Eine starke Landeswährung kann die Wettbewerbsfähigkeit im Ausland beeinträchtigen, während eine schwächere Währung die Exportchancen verbessert.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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Silber rutscht nach Rekordhoch auf $93.50 – Gewinnmitnahmen bremsen, Safe-Haven-Faktor stütztXAG/USD fällt in der frühen Asien-Session am Dienstag auf rund $93.60 und gibt nach dem Rekordhoch vom Vortag nach. Auslöser sind vor allem Gewinnmitnahmen; zugleich könnten Safe-Haven-Ströme die Abgaben kurzfristig begrenzen. Der Markt blickt zudem auf die Fed, die im Januar voraussichtlich stillhält; laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung später im Monat bei knapp 5%. Der Silberpreis (XAG/USD) gerät am Dienstag in der frühen Asien-Session unter Druck und notiert um $93.60. Nach dem frischen Rekordhoch in der vorherigen Sitzung nehmen Marktteilnehmer Gewinne vom Tisch – ein klassisches Muster nach starken Laufbewegungen. Auf der Unterseite könnte die erhöhte Nachfrage nach sicheren Häfen die Abgaben jedoch zunächst abfedern. Zollkonflikt bleibt Preistreiber – Safe-Haven-Nachfrage als Gegenpol Für Aufmerksamkeit sorgt weiterhin die Eskalation im transatlantischen Handelskonflikt. US-Präsident Donald Trump kündigte am Samstag an, ab February 1 einen zusätzlichen 10% import tariff auf Waren aus Denmark, Norway, Sweden, France, Germany, the Netherlands, Finland und dem United Kingdom (UK) zu erheben – so lange, bis die USA Grönland kaufen dürfen. Auf europäischer Seite werden Gegenmaßnahmen diskutiert. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron soll die EU aufgefordert haben, ihre sogenannte „trade bazooka“ zu aktivieren. Darunter fallen potenziell Schritte wie Einschränkungen beim Zugang US-amerikanischer Unternehmen zum EU-Markt oder Exportkontrollen – als Teil eines breiteren Maßnahmenkatalogs. Die Aussicht auf neue Zölle und eine mögliche Gegenreaktion erhöht die Unsicherheit – und genau das stützt traditionell Safe-Haven-Assets wie Silber. Fed: „Higher for longer“ bleibt Gegenwind für zinslose Edelmetalle Gleichzeitig steht der Zinsfaktor im Weg: Die US-Notenbank dürfte den Leitzins auf ihrer Januar-Sitzung unverändert lassen. Laut CME FedWatch ist eine Zinssenkung später im Monat aktuell nur mit knapp 5% eingepreist. Das „higher for longer“-Narrativ stützt tendenziell den US-Dollar und belastet damit zinslose Assets wie Silber – zumindest auf der Marginalseite.
Autor  Mitrade Team
Di. 20.Jan
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Autor  FXStreet
Fr. 17.Jul
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Autor  FXStreet
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Autor  FXStreet
vor 23 Stunden
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