Intel Q2-Ergebnisse übertreffen Erwartungen deutlich: 59 % Wachstum im Rechenzentrumsgeschäft, CPUs werden wieder zu Protagonisten der KI-Ära

Quelle Tradingkey

TradingKey – Während sich der Markt weiterhin die Frage stellt, ob Intel ( INTC) tatsächlich auf der KI-Welle reiten kann, hat der vom Unternehmen vorgelegte Bericht zum zweiten Quartal die Antwort geliefert.

Nach Börsenschluss am 23. Juli (Ostküstenzeit) veröffentlichte Intel seinen Bericht für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026, wobei Umsatz, Gewinn und der Ausblick auf das kommende Quartal die bisherigen Erwartungen der Wall Street deutlich übertrafen.

Besonders bemerkenswert sind dabei nicht nur die Zahlen des einzelnen Quartals, sondern das beschleunigte Wachstum des Rechenzentrumsgeschäfts sowie der anhaltende Optimismus des Managements bezüglich der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte. Dies bedeutet, dass die durch den kontinuierlichen Ausbau der KI-Infrastruktur getriebene Nachfrage nach Rechenleistung allmählich zu einem wichtigen Treiber für die Ertragserholung von Intel wird.

Beflügelt durch die Geschäftszahlen stieg der Aktienkurs des Unternehmens im nachbörslichen Handel zeitweise um über 10 %.

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Quelle: Google Finance

Umsatz und Gewinn übertreffen Erwartungen deutlich, KI wird zum größten Wachstumsmotor

Mit Blick auf die wichtigsten Kennzahlen erreichte der Umsatz von Intel im zweiten Quartal 16,13 Milliarden US-Dollar und übertraf die Markterwartungen um rund 1,7 Milliarden US-Dollar bzw. fast 12 %. Dies entsprach einem Wachstum von etwa 25 % im Jahresvergleich, was nicht nur deutlich über der Wachstumsrate von rund 7 % im ersten Quartal lag, sondern auch das stärkste vierteljährliche Umsatzwachstum seit dem dritten Quartal 2011 markierte.

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Quelle: Intel

Auch die Rentabilität überraschte positiv. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) lag bei 0,42 US-Dollar und damit fast doppelt so hoch wie der Marktkonsens von 0,21 US-Dollar. Die bereinigte Bruttomarge erholte sich auf rund 42 %, was eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum darstellte und die Prognosen der Analysten übertraf.

Das Management führte die besser als erwartet ausgefallenen Ergebnisse auf die gleichzeitige Verbesserung der Marktnachfrage und der operativen Umsetzung zurück. Finanzvorstand Dave Zinsner erklärte, dass die kontinuierliche Optimierung der Produktionsausbeute in den Werken und verkürzte Produktionszyklen die Auslieferungskapazitäten für Produkte erheblich verbessert haben, während die anhaltende Ausweitung der KI-bezogenen Rechennachfrage als wesentlicher Treiber für das Geschäftswachstum diente.

CEO Lip-Bu Tan betonte zudem, dass KI die weltweite Nachfrage nach Rechenleistung auf ein nie dagewesenes Niveau treibt und das Unternehmen von diesem säkularen Trend profitiert.

Wenn es im gesamten Quartalsbericht ein einziges herausragendes Highlight gab, dann war es zweifellos das Rechenzentrumsgeschäft.

Im zweiten Quartal erzielte das Segment Data Center and AI (DCAI) einen Umsatz von rund 6,3 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 59 % im Jahresvergleich entspricht. Dies bedeutet eine weitere Beschleunigung gegenüber der Wachstumsrate von 22 % im Vorquartal, wobei diese Wachstumsrate mehr als doppelt so hoch war wie die des gesamten Unternehmensumsatzes.

Diese Verschiebung deutet darauf hin, dass der Aufbau der KI-Infrastruktur die Nachfrage nach Server-CPUs weiterhin antreibt. Obwohl sich der Markt bei seinen KI-Investitionen weitgehend auf GPUs konzentriert hat, treibt der Bau von Großrechenzentren auch die Nachfrage nach CPU-Beschaffung an – genau jenem traditionellen Bereich, in dem Intel seinen stärksten Wettbewerbsvorteil besitzt –, da immer mehr Unternehmen in die KI-Inferenzphase übergehen und Anwendungen wie „Agentic AI“ rasch an Bedeutung gewinnen.

Lip-Bu Tan räumte während der Telefonkonferenz ein, dass die aktuelle Nachfrage der Rechenzentrumskunden die Lieferkapazitäten des Unternehmens bereits überschritten habe, und stellte fest, dass „das CPU-Geschäft schnell wächst“, wobei sich sogar Lieferengpässe abzeichnen.

Dave Zinsner erklärte zudem, dass das Unternehmen mehrere langfristige Lieferverträge für Server-CPUs mit Kunden unterzeichnet habe, mit dem Ziel, die Nachfrage für die nächsten Jahre durch diese langfristigen Verträge zu sichern.

Im Vergleich zu den früheren Sorgen des Marktes über einen kontinuierlichen Rückgang der Nachfrage nach Server-CPUs zeigen die jüngsten Daten, dass die KI-Investitionen diesen Markt neu beleben.

Prognose für das dritte Quartal übertrifft weiterhin die Erwartungen, Management sendet positive Signale

Intel erwartet für das dritte Quartal einen Umsatz zwischen 15,8 und 16,8 Milliarden US-Dollar, verglichen mit der bisherigen durchschnittlichen Marktprognose von lediglich rund 15,1 Milliarden US-Dollar.

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Quelle: Intel

Selbst am unteren Ende der Prognosespanne berechnet, liegt dieser Wert fast 5 % über den Markterwartungen; sollte die Obergrenze erreicht werden, wären es sogar mehr als 11 %. Auf Basis des Mittelwerts der Spanne von 16,3 Milliarden US-Dollar erwartet das Unternehmen, dass der Umsatz im dritten Quartal leicht über dem Niveau des zweiten Quartals bleiben wird.

Für ein etabliertes Halbleiterunternehmen deutet ein solcher Geschäftsausblick darauf hin, dass das Management die aktuelle Nachfrage nicht für einen kurzfristigen Ausschlag hält, sondern erwartet, dass sie sich bis in die zweite Jahreshälfte hinein fortsetzt.

Natürlich behält das Unternehmen weiterhin eine Prognosespanne von 1 Milliarde US-Dollar bei, was zeigt, dass das Management die anhaltende Volatilität der Branchennachfrage nicht außer Acht lässt. Faktoren wie die IT-Budgets von Unternehmen, Investitionsausgaben im Bereich Cloud-Computing, Bestandsschwankungen sowie das globale makroökonomische Umfeld könnten die endgültigen Ergebnisse beeinflussen.

Angesichts des aktuellen Branchenumfelds ist die Fähigkeit, eine Umsatzspanne zu präsentieren, die insgesamt über den Markterwartungen liegt, jedoch bereits an sich ausreichend, um die bisherigen Sorgen der Anleger über eine abkühlende Nachfrage zu zerstreuen.

Transformation bleibt in der Validierungsphase, Foundry-Geschäft weiterhin langfristiger Schlüsselfaktor

Obwohl dieser Quartalsbericht das Vertrauen des Marktes deutlich gestärkt hat, ist die größere Herausforderung für Intel noch nicht überstanden.

In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen seine „Intel Foundry“-Strategie kontinuierlich vorangetrieben, um seinen technologischen Vorsprung in der Fertigung wiederzuerlangen und auf dem globalen Markt für Auftragsfertigung zu expandieren. Allerdings erfordert diese Strategie anhaltend hohe Investitionen – von der Forschung und Entwicklung fortschrittlicher Strukturbreiten bis hin zum Bau von Fabriken, der Beschaffung von Anlagen und der Kundenqualifizierung –, was eine lange Amortisationszeit der Investitionen mit sich bringt.

Dem Quartalsbericht zufolge hat das Unternehmen beschlossen, die Investitionen weiter zu erhöhen, wobei das Investitionsvolumen im Jahr 2027 voraussichtlich noch über dem des laufenden Jahres liegen soll. Das Management erklärte, dass die Forschungs- und Entwicklungsfortschritte der nächsten Knotengeneration (14A) besser verlaufen als bei früheren Technologien im gleichen Stadium, und das Unternehmen verzeichnet zudem ein stetig wachsendes Interesse von Kunden an einer Zusammenarbeit.

Derzeit hat das Auftragsfertigungsgeschäft von Intel Aufträge von Kunden wie Tesla ( TSLA ) erhalten, um mit seinem 14A-Prozess der nächsten Generation für Teslas KI-Chipprojekt „Terafab“ zu fertigen, wenngleich eine umfassendere Liste von Großkunden bislang noch nicht offengelegt wurde.

Intel-CEO Lip-Bu Tan erklärte, dass das Unternehmen fest entschlossen ist, bis 2028 Chips mit der 14A-Fertigungstechnologie in Serie zu produzieren, wobei das Kundeninteresse an dieser Technologie wächst und erwartet wird, dass sich 14A zu einem äußerst wettbewerbsfähigen Fertigungsverfahren entwickeln wird.

Dieser Quartalsbericht hat bewiesen, dass die KI-Welle nicht nur GPUs vorbehalten ist, sondern auch die Nachfrage nach Server-CPUs neu belebt, was Intel die Möglichkeit bietet, wieder die Aufmerksamkeit des Marktes auf sich zu ziehen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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Silber rutscht nach Rekordhoch auf $93.50 – Gewinnmitnahmen bremsen, Safe-Haven-Faktor stütztXAG/USD fällt in der frühen Asien-Session am Dienstag auf rund $93.60 und gibt nach dem Rekordhoch vom Vortag nach. Auslöser sind vor allem Gewinnmitnahmen; zugleich könnten Safe-Haven-Ströme die Abgaben kurzfristig begrenzen. Der Markt blickt zudem auf die Fed, die im Januar voraussichtlich stillhält; laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung später im Monat bei knapp 5%. Der Silberpreis (XAG/USD) gerät am Dienstag in der frühen Asien-Session unter Druck und notiert um $93.60. Nach dem frischen Rekordhoch in der vorherigen Sitzung nehmen Marktteilnehmer Gewinne vom Tisch – ein klassisches Muster nach starken Laufbewegungen. Auf der Unterseite könnte die erhöhte Nachfrage nach sicheren Häfen die Abgaben jedoch zunächst abfedern. Zollkonflikt bleibt Preistreiber – Safe-Haven-Nachfrage als Gegenpol Für Aufmerksamkeit sorgt weiterhin die Eskalation im transatlantischen Handelskonflikt. US-Präsident Donald Trump kündigte am Samstag an, ab February 1 einen zusätzlichen 10% import tariff auf Waren aus Denmark, Norway, Sweden, France, Germany, the Netherlands, Finland und dem United Kingdom (UK) zu erheben – so lange, bis die USA Grönland kaufen dürfen. Auf europäischer Seite werden Gegenmaßnahmen diskutiert. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron soll die EU aufgefordert haben, ihre sogenannte „trade bazooka“ zu aktivieren. Darunter fallen potenziell Schritte wie Einschränkungen beim Zugang US-amerikanischer Unternehmen zum EU-Markt oder Exportkontrollen – als Teil eines breiteren Maßnahmenkatalogs. Die Aussicht auf neue Zölle und eine mögliche Gegenreaktion erhöht die Unsicherheit – und genau das stützt traditionell Safe-Haven-Assets wie Silber. Fed: „Higher for longer“ bleibt Gegenwind für zinslose Edelmetalle Gleichzeitig steht der Zinsfaktor im Weg: Die US-Notenbank dürfte den Leitzins auf ihrer Januar-Sitzung unverändert lassen. Laut CME FedWatch ist eine Zinssenkung später im Monat aktuell nur mit knapp 5% eingepreist. Das „higher for longer“-Narrativ stützt tendenziell den US-Dollar und belastet damit zinslose Assets wie Silber – zumindest auf der Marginalseite.
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Di. 20.Jan
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Autor  FXStreet
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