USD/IDR gibt nach, nachdem das Paar am Vortag um über 0,5% zugelegt hatte, und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Freitag bei rund 18.020. Allerdings könnte das Paar nach oben an Momentum gewinnen, nachdem die Bank Indonesia (BI) im Juli überraschend beschlossen hat, ihren Leitzins unverändert bei 5,75% zu belassen. Anstatt weitere Zinserhöhungen zur Stützung der Währung vorzunehmen, hat sich die Zentralbank dafür entschieden, sich auf gezielte Maßnahmen zur Stabilisierung der Währung zu konzentrieren.
Unterdessen sollen die vorgeschlagenen Kürzungen der Verteidigungsausgaben die breitere fiskalische Gesundheit Indonesiens stärken. Diese Gewinne könnten jedoch durch steigende globale Ölpreise ausgeglichen werden, die das Aufwärtspotenzial der Rupiah weiterhin begrenzen, indem sie den Inflationsdruck erhöhen.
Das Paar USD/IDR hält seine Verluste, da der US-Dollar (USD) trotz steigender Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts der eskalierenden Konflikte im Nahen Osten schwächelt. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran treibt die Rohölpreise nach oben. Ein durch Öl ausgelöster Inflationsschub hat die Erwartungen genährt, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen wieder anheben könnte.
Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Geldmärkte derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 35,8% für eine Zinserhöhung der Fed in diesem Monat ein, zusammen mit einer Wahrscheinlichkeit von 82,1% für eine Anhebung um mindestens einen Viertelprozentpunkt im September.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.