Indische Rupie steigt, da die RBI erneut interveniert

Quelle Fxstreet
  • Die indische Rupie zieht angesichts vorläufiger Unterstützung durch die RBI erhebliche Kaufinteressen gegenüber dem US-Dollar an.
  • Höhere Ölpreise dürften die indische Rupie weiterhin unter Druck halten.
  • US-Staatsanleiherenditen steigen aufgrund wiederauflebender hawkischer Fed-Wetten.

Die indische Rupie legt am Freitag nach einem unveränderten Start gegenüber dem US-Dollar (USD) kräftig zu. Das Paar USD/INR fällt in die Nähe von 96,50, da die Reserve Bank of India (RBI) erneut interveniert hat, um die indische Rupie zu stützen.

Einem Reuters-Bericht zufolge verkauft die indische Zentralbank wahrscheinlich US-Dollar in der Nähe der Marke von 96,80 INR. Der Bericht zeigte zudem, dass staatliche Banken beim Anbieten von US-Dollar beobachtet wurden, höchstwahrscheinlich im Auftrag der RBI.

Am Donnerstag intervenierte die RBI außerdem an den Spot- und Non-Deliverable-Forwards-(NDF)-Märkten, um der indischen Währung einen Puffer zu verschaffen.

Die vorläufige Unterstützung durch die RBI dürfte jedoch nur von kurzer Dauer sein, da steigende Ölpreise und die Wiederbelebung der Zinserwartungen an die Federal Reserve (Fed) die indische Rupie bald wahrscheinlich unter Druck setzen werden.

Eskalierende US-Iran-Konflikte halten die Ölpreise höher

Die Ölpreise sind in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen, da sich die militärischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran erneut verschärft haben. Als Vergeltung haben die mit Iran verbündeten Huthi im Jemen die Straße von Bab al-Mandab, das südliche Tor zum Roten Meer, geschlossen, was das globale Energieangebot weiter verknappt hat.

Da es keine Anzeichen für einen diplomatischen Durchbruch zwischen den Staaten gibt, wächst die Sorge, dass die Verknappung des Ölangebots länger anhalten könnte – ein Szenario, das für Währungen von Volkswirtschaften wie Indien ungünstig ist, die stark auf Ölimporte angewiesen sind, um ihren Energiebedarf zu decken.

Steigende Ölpreise beleben hawkische Fed-Wetten

Die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed haben wieder zugenommen, da steigende Ölpreise die Inflationsprognosen aus dem Gleichgewicht gebracht haben. Laut dem CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed auf der geldpolitischen Sitzung nächste Woche eine Zinserhöhung vornimmt, bei 35,8% und damit deutlich über den 11,8%, die in der vergangenen Woche verzeichnet wurden.

Die Wiederbelebung hawkischer Fed-Wetten hat die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben getrieben, was in der Regel die Attraktivität risikoreicher Währungen schmälert. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notieren die Renditen von US-Staatsanleihen bei rund 4,70% und damit auf dem höchsten Stand seit Januar 2025.

Höhere US-Anleiherenditen haben auch den US-Dollar gestärkt. Im asiatischen Handel notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, fest nahe dem am Donnerstag erreichten Dreiwochenhoch von rund 101,50.

Technische Analyse: USD/INR fällt auf nahe 96,50

USD/INR notiert niedriger bei rund 96,50, hält jedoch seinen Anstieg über dem 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 95,9678 und bewahrt damit eine konstruktive bullische Tendenz.

Die Positionierung oberhalb dieses kurzfristigen Trendindikators deutet darauf hin, dass Rücksetzer aufgefangen werden, während der Relative Strength Index (RSI) um 61 auf ein solides, aber noch nicht überkauftes Aufwärtsmomentum hindeutet.

Auf der Abwärtsseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 20-Tage-EMA nahe 95,97, wo Käufer bei Rücksetzern voraussichtlich den Aufwärtstrend verteidigen würden. Auf der Oberseite wird das Allzeithoch bei rund 97,10 die wichtigste Widerstandsmarke sein

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

Indische Rupie - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.

Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.

Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.

Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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Di. 20.Jan
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Autor  FXStreet
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