Fed-Zinsschock im Juli? Warum der Markt jetzt zu viel einpreist

Quelle Fxstreet

Gennadiy Goldberg und Molly Brooks von TD Securities weisen darauf hin, dass die Markterwartungen für Zinserhöhungen der US-Notenbank parallel zu den gestiegenen Ölpreisen und den Spannungen zwischen den USA und dem Iran zugenommen haben. Eine Zinserhöhung im Juli halten sie dennoch für unwahrscheinlich. Zwar sehen sie ein erhebliches Risiko für weitere Zinsschritte im späteren Verlauf des Jahres 2026, die derzeitige Einpreisung für die FOMC-Sitzung im Juli betrachten sie jedoch als überzogen. Entsprechend setzen sie auf eine Position, die von sinkenden Erwartungen am Juli-OIS-Markt profitiert.

Markt preist Fed-Entscheidung im Juli falsch ein

„Sollte die aktuelle Einpreisung bis zur FOMC-Entscheidung in der kommenden Woche bestehen bleiben, wäre dies die zweitgrößte Abweichung zwischen den Markterwartungen und dem tatsächlichen Handeln der Fed innerhalb des vergangenen Jahrzehnts. Dies könnte teilweise darauf zurückzuführen sein, dass die Fed derzeit nur ungern klare Signale für ihren weiteren Kurs gibt. Dennoch halten wir die Einpreisung für Juli für überzogen und behalten in unserem Modellportfolio unsere Position bei, die von einem Rückgang des Juli-OIS-Satzes profitiert.“

„Die Erwartungen an Zinserhöhungen bewegten sich im Vorfeld des US-Verbraucherpreisberichts für Juni weitgehend parallel zum Ölpreis. Nach den schwächeren Daten zu den Verbraucher- und Erzeugerpreisen löste sich dieser Zusammenhang jedoch vorübergehend, da sich die Märkte weniger Sorgen darüber machten, dass höhere Energiekosten auf die Kerninflation durchschlagen könnten. Je länger der Energieschock allerdings anhält, desto größer dürfte die Sorge werden, dass die Fed darauf reagieren muss.“

„Die Erwartungen an die Fed und das Wirtschaftswachstum waren in den vergangenen Monaten die wichtigsten Einflussfaktoren für die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, die sich derzeit in der Nähe entscheidender Marken bewegt. Vorerst scheint sich der Markt im Bereich von 4,66 bis 4,69 Prozent zu stabilisieren. Sollte diese Zone jedoch durchbrochen werden, dürfte der nächste wichtige Widerstand bei etwa 4,80 bis 4,81 Prozent und anschließend bei 5,00 Prozent liegen.“

„Die Einpreisung einer Zinserhöhung der Fed im Juli ist innerhalb weniger Tage von lediglich zwei Basispunkten auf acht Basispunkte gestiegen. Zwar sehen wir ein erhebliches Risiko, dass sich die Fed im späteren Jahresverlauf für eine Zinserhöhung entscheidet. Die Erwartungen für die Sitzung in der kommenden Woche erscheinen jedoch extrem, da die Notenbank voraussichtlich zunächst über mehrere Monate hinweg beobachten will, wie sich die Kerninflation entwickelt, bevor sie über weitere Zinsschritte entscheidet.“

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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Silber rutscht nach Rekordhoch auf $93.50 – Gewinnmitnahmen bremsen, Safe-Haven-Faktor stütztXAG/USD fällt in der frühen Asien-Session am Dienstag auf rund $93.60 und gibt nach dem Rekordhoch vom Vortag nach. Auslöser sind vor allem Gewinnmitnahmen; zugleich könnten Safe-Haven-Ströme die Abgaben kurzfristig begrenzen. Der Markt blickt zudem auf die Fed, die im Januar voraussichtlich stillhält; laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung später im Monat bei knapp 5%. Der Silberpreis (XAG/USD) gerät am Dienstag in der frühen Asien-Session unter Druck und notiert um $93.60. Nach dem frischen Rekordhoch in der vorherigen Sitzung nehmen Marktteilnehmer Gewinne vom Tisch – ein klassisches Muster nach starken Laufbewegungen. Auf der Unterseite könnte die erhöhte Nachfrage nach sicheren Häfen die Abgaben jedoch zunächst abfedern. Zollkonflikt bleibt Preistreiber – Safe-Haven-Nachfrage als Gegenpol Für Aufmerksamkeit sorgt weiterhin die Eskalation im transatlantischen Handelskonflikt. US-Präsident Donald Trump kündigte am Samstag an, ab February 1 einen zusätzlichen 10% import tariff auf Waren aus Denmark, Norway, Sweden, France, Germany, the Netherlands, Finland und dem United Kingdom (UK) zu erheben – so lange, bis die USA Grönland kaufen dürfen. Auf europäischer Seite werden Gegenmaßnahmen diskutiert. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron soll die EU aufgefordert haben, ihre sogenannte „trade bazooka“ zu aktivieren. Darunter fallen potenziell Schritte wie Einschränkungen beim Zugang US-amerikanischer Unternehmen zum EU-Markt oder Exportkontrollen – als Teil eines breiteren Maßnahmenkatalogs. Die Aussicht auf neue Zölle und eine mögliche Gegenreaktion erhöht die Unsicherheit – und genau das stützt traditionell Safe-Haven-Assets wie Silber. Fed: „Higher for longer“ bleibt Gegenwind für zinslose Edelmetalle Gleichzeitig steht der Zinsfaktor im Weg: Die US-Notenbank dürfte den Leitzins auf ihrer Januar-Sitzung unverändert lassen. Laut CME FedWatch ist eine Zinssenkung später im Monat aktuell nur mit knapp 5% eingepreist. Das „higher for longer“-Narrativ stützt tendenziell den US-Dollar und belastet damit zinslose Assets wie Silber – zumindest auf der Marginalseite.
Autor  Mitrade Team
Di. 20.Jan
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WTI-Preis steigt leicht auf nahe 79,00 USD, da eine Eskalation des US-Iran-Kriegs die Ölströme bedrohtWest Texas Intermediate (WTI), der US-Rohöl-Benchmark, wird während der frühen europäischen Handelsstunden am Freitag bei rund 79,00 USD gehandelt. Der WTI steuert auf den größten Wochenanstieg seit April zu, da die steigenden Spannungen im Nahen Osten Befürchtungen über eine Unterbrechung der Ölversorgung schüren.
Autor  FXStreet
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Autor  FXStreet
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Autor  FXStreet
vor 23 Stunden
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