MUFG-Analyst Lloyd Chan weist darauf hin, dass die indonesische Rupiah zuletzt schwach abgeschnitten hat, da makroökonomische Faktoren wie ein steigendes Leistungsbilanzdefizit, zunehmende Haushaltsrisiken und Sorgen über die Wirtschaftspolitik die Stimmung belasteten. Nach der Zinserhöhung der Bank Indonesia um 50 Basispunkte und einer nachlassenden Inflation habe sich jedoch der dreimonatige Devisen-Carry Indonesiens verbessert, was die Attraktivität der Rupiah erhöhe. Nach Einschätzung von MUFG deuten inzwischen auch technische und bewertungsbezogene Faktoren auf zunehmende Risiken einer Trendwende bei USD/IDR hin.
„Die indonesische Rupiah gehörte in der vergangenen Woche zu den schwächsten Währungen der Region. Die Schwäche wird weiterhin von makroökonomischen Faktoren bestimmt, darunter ein steigendes Leistungsbilanzdefizit, zunehmende Haushaltsrisiken und eine Eintrübung der Stimmung gegenüber der Wirtschaftspolitik, insbesondere vor dem Hintergrund von Plänen für eine stärkere staatliche Kontrolle ausgewählter Rohstoffexporte.“
„Während politische Entscheidungsträger über den Staatshaushalt beraten werden, gibt es bislang keine Hinweise auf Änderungen an der Defizitobergrenze von 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die politischen Maßnahmen werden am Rande jedoch zunehmend unterstützender.“
„Nach der kräftigen Zinserhöhung der Bank Indonesia um 50 Basispunkte im Mai und der Normalisierung der Inflation im April ist der dreimonatige Devisen-Carry Indonesiens deutlich gestiegen. Dies spiegelt die Bemühungen der Bank Indonesia wider, die Attraktivität der Rupiah zu erhöhen. Gleichzeitig beginnen sich aus technischer Sicht und mit Blick auf die Bewertung die Risiken einer Umkehr bei USD/IDR zu verstärken.“