Die stellvertretende Gouverneurin der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), Karen Silk, sagte, dass die Zentralbank bislang noch keine mittelfristigen Inflationsdrucke erkennen könne, aber bereit sei, aggressiv zu reagieren, falls diese auftreten, berichtete Bloomberg am Freitag.
Es gibt derzeit keine frühen Anzeichen dafür, dass dies definitiv zu wirklich starken Zweitrundeneffekten führen wird.
Wenn sich die Daten umkehren und zeigen würden, dass definitiv Zweitrundeneffekte durchschlagen, und sich die Lage dadurch erheblich verschärfen würde, behält man sich diese Option immer offen.
Es besteht keine Notwendigkeit, auf vierteljährliche Verbraucherpreisindexdaten zu warten, um zu handeln, es muss ein vorausschauenderer Ansatz verfolgt werden.
Zinssätze müssen noch nicht erhöht werden, aber der Inflationsdruck steigt bald.
Der Konflikt im Nahen Osten könnte dauerhaften Schaden anrichten, selbst wenn er schnell endet.
Es wird hochfrequente Daten für die Juli-Entscheidung überprüft, die Tendenz neigt zu Zinserhöhungen bei den kommenden Sitzungen.
Bei Redaktionsschluss notierte das Paar NZD/USD am Tag um 0,69% höher bei 0,5942.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) hat das Mandat, die Preisstabilität zu gewährleisten und eine Inflationsrate zwischen 1 % und 3 % zu erreichen.
Der geldpolitische Ausschuss der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) legt das Zinsniveau fest, um die Inflation im Zielkorridor zu halten. Höhere Zinsen bremsen die Wirtschaft und stützen den Neuseeland-Dollar (NZD), während niedrigere Zinsen ihn schwächen.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) misst der Beschäftigung große Bedeutung bei, da ein angespannter Arbeitsmarkt die Inflation anheizen kann. Ihr Ziel der „maximal tragbaren Beschäftigung“ beschreibt den höchsten nachhaltigen Einsatz von Arbeitskräften, ohne dass dies zu einer unkontrollierten Preissteigerung führt. „Ist die Beschäftigung auf diesem maximal tragbaren Niveau, bleibt die Inflation niedrig und stabil. Liegt die Beschäftigung jedoch über einen längeren Zeitraum über diesem Niveau, steigen die Preise schneller, und die RBNZ wird gezwungen, die Zinssätze zu erhöhen, um die Inflation zu bändigen“, erklärt die Bank.
In Krisenzeiten greift die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) auf ein geldpolitisches Instrument namens Quantitative Lockerung (QE) zurück. Dabei handelt es sich um den Ankauf von Vermögenswerten – meist Staats- oder Unternehmensanleihen – durch die Notenbank, um die Geldmenge zu erhöhen und die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Diese Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des neuseeländischen Dollars (NZD) und wird nur eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Zuletzt setzte die RBNZ während der Covid-19-Pandemie auf QE, um die Konjunktur zu stabilisieren.