Volkswirte von ING gehen davon aus, dass die Bank Indonesia bei ihrer anstehenden Sitzung einen strafferen geldpolitischen Kurs einschlagen wird. Als Gründe nennen Deepali Bhargava, Lynn Song und Min Joo Kang die jüngste Schwäche der indonesischen Rupiah, anhaltende Devisenmarktinterventionen sowie größere Zinsunterschiede gegenüber den USA. Da die Stabilität der Währung weiterhin oberste Priorität habe, rechnen sie in dieser Woche mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
„Seit der letzten geldpolitischen Sitzung der Bank Indonesia hat sich vieles verändert. Damals ließ die Notenbank die Zinsen unverändert und vermied Signale für eine straffere Ausrichtung.“
„Seitdem hat die Rupiah trotz aktiver Interventionen der Notenbank an den Devisenmärkten zur Eindämmung des Abwertungsdrucks mehr als 1,5 Prozent verloren.“
„Gleichzeitig haben sich die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank angesichts robuster Konjunkturdaten in den USA verschoben, wodurch sich die Zinsdifferenzen zulasten der Rupiah weiter ausgeweitet haben.“
„Vor dem Hintergrund des anhaltenden Fokus der Bank Indonesia auf Währungsstabilität erwarten wir, dass die Notenbank zu einer strafferen Politik übergeht und auf der Sitzung am Mittwoch eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte beschließt.“