Ripple (XRP) gibt weiter nach und testet am Montag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts die Unterstützung bei 1,41 US-Dollar. Belastet wird der Kurs durch anhaltenden Verkaufsdruck aus dem Angebotsbereich um 1,50 Dollar, der die Aufwärtsbewegung seit Wochenbeginn begrenzt.
Trotz eines wichtigen Fortschritts bei der Regulierung digitaler Vermögenswerte in den USA – der Bankenausschuss des Senats brachte am Donnerstag den „Digital Asset Market Clarity Act of 2025“, kurz Clarity Act, voran – blieb die Stimmung gedämpft. Hintergrund ist die weiterhin fehlende Überzeugung hinsichtlich einer nachhaltigen Erholung des breiteren Kryptomarktes.
Der Anteil der XRP-Adressen mit nicht realisierten Gewinnen erholte sich am Donnerstag auf rund 65 Prozent, nach 63 Prozent am Vortag. Der Anstieg fiel zeitlich mit einem Test des Widerstands bei 1,50 Dollar zusammen und deutet auf eine zunehmende Risikobereitschaft unter den Marktteilnehmern hin.
Gleichwohl sollten Anleger vorsichtig optimistisch bleiben, da Gewinnmitnahmen den Kurs in einem sich abschwächenden technischen Umfeld belasten könnten.

Institutionelle Zuflüsse in börsengehandelte XRP-Spotfonds (ETFs) zogen am Donnerstag deutlich an. Nach einer kurzen Pause am Vortag flossen knapp 19 Millionen Dollar neu in die Produkte. Die Nachfrage blieb stabil: Die kumulierten Zuflüsse stiegen von 1,36 Milliarden auf 1,37 Milliarden Dollar, während die verwalteten Vermögen im Schnitt auf 1,25 Milliarden Dollar zulegten, nach zuvor 1,14 Milliarden.

Auch die Beteiligung von Privatanlegern am Derivatemarkt nimmt weiter zu. Das offene Interesse (Open Interest) bei XRP-Futures stieg am Donnerstag im Schnitt auf 3,09 Milliarden Dollar, nach 2,90 Milliarden am Vortag. Dieser Anstieg spiegelt eine insgesamt höhere Risikobereitschaft wider und unterstreicht das Vertrauen vieler Händler in weiteres Aufwärtspotenzial.

XRP wird aktuell bei 1,43 Dollar gehandelt und zeigt ein neutrales bis leicht positives Bild. Der Kurs liegt über dem 50-Tage-Durchschnitt bei 1,42 Dollar, bleibt jedoch unter dem 100-Tage-Durchschnitt bei 1,49 Dollar sowie deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt bei 1,70 Dollar. Dies spricht für eine anhaltende Seitwärtsbewegung innerhalb einer übergeordneten Korrekturphase.
Die Dynamik ist uneinheitlich: Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von 52 im Tageschart sowie ein leicht positives MACD-Histogramm deuten eher auf fehlende klare Richtung als auf eine starke Trendbewegung hin.

Auf der Unterseite liegt die nächste Unterstützung am 50-Tage-Durchschnitt bei rund 1,42 Dollar, während die ansteigende Trendlinie um 1,39 Dollar eine wichtigere Haltelinie darstellt. Ein Tagesschluss darunter könnte weitere Verluste nach sich ziehen. Auf der Oberseite gilt der Bereich um den 100-Tage-Durchschnitt bei 1,49 Dollar als erster Widerstand. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde den Weg in Richtung des weiter entfernten 200-Tage-Durchschnitts bei etwa 1,70 Dollar ebnen, wo der übergeordnete Abwärtsdruck deutlicher infrage gestellt würde.