Der Devisenstratege Christopher Wong von OCBC sieht asiatische Währungen weiterhin durch einen festen US-Dollar und steigende US-Renditen gebremst – trotz gewisser Hoffnungen im Zusammenhang mit den Gesprächen zwischen den USA und China. Der Renminbi (RMB) hebt sich dabei als stärkste Währung ab, gestützt durch niedrigere Fixings im USD/CNY und eine von der Politik tolerierte Aufwertung. Insgesamt bleiben die asiatischen Währungen jedoch schwach. Die Bank spricht von einer vorsichtigen, selektiven Zuversicht statt einer breiten Erholung in der Region.
„Die Auswirkungen auf den Devisenmarkt waren weniger eindeutig.“
„Bessere US-Einzelhandelsdaten unterstrichen die Widerstandsfähigkeit der US-Verbraucher und führten dazu, dass die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von rund 23 % für eine Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte bis Dezember 2026 einpreisen, was den US-Dollar stützte und die meisten wichtigen Währungen sowie die asiatischen Devisen belastete.“
„Der Renminbi bildete die wichtigste Ausnahme und zeigte sich stabil, gestützt durch Optimismus im Verhältnis zwischen den USA und China sowie Signale einer politisch geduldeten Aufwertung.“
„Dies deutet vorerst auf eine vorsichtige und selektive Zuversicht beim Renminbi hin, nicht jedoch auf eine breit angelegte Erholung der asiatischen Währungen.“
„Die Abwärtsrisiken im Verhältnis zwischen den USA und China haben sich etwas verringert, doch höhere US-Renditen und ein stärkerer US-Dollar bleiben zentrale Belastungsfaktoren für asiatische Währungen.“