Die Volkswirte von UOB um Julia Goh und Loke Siew Ting berichten, dass Malaysias Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2026 um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist. Damit lag das Wachstum leicht über den Erwartungen, blieb jedoch hinter dem Tempo des vierten Quartals 2025 zurück. Die Inlandsnachfrage und der Dienstleistungssektor erwiesen sich erneut als wichtigste Wachstumstreiber, während externe Belastungsfaktoren und der Konflikt im Nahen Osten die Abwärtsrisiken verstärken. UOB hält an seiner Prognose für das BIP-Wachstum 2026 von 4,5 Prozent fest und geht davon aus, dass die Bank Negara Malaysia den Leitzins bei 2,75 Prozent belassen wird.
"Obwohl das Gesamtwachstum im ersten Quartal 2026 robust war, haben sich die Abwärtsrisiken verstärkt, da der Konflikt im Nahen Osten in seine elfte Woche geht und die Straße von Hormus faktisch geschlossen bleibt."
"Bis mehr Klarheit besteht, halten wir an unserer BIP-Wachstumsprognose für 2026 von 4,5 Prozent fest (Schätzung der Notenbank: 4,0–5,0 Prozent; 2025: 5,2 Prozent). Wir erwarten, dass die Zentralbank den Leitzins (OPR) unverändert bei 2,75 Prozent belässt, bis sich deutlichere Veränderungen bei Wachstum und Inflation abzeichnen."
"Wir gehen daher davon aus, dass die Notenbank in den kommenden zwei bis drei Monaten zunächst mehr Klarheit abwarten wird, bevor sie eine Anpassung der Geldpolitik in Erwägung zieht."
"Bis mehr Klarheit besteht, halten wir an unserer BIP-Wachstumsprognose für 2026 von 4,5 Prozent fest (Schätzung der Notenbank: 4,0–5,0 Prozent; 2025: 5,2 Prozent). Diese Einschätzung berücksichtigt laufende gezielte und taktische Maßnahmen der Regierung zur Unterstützung betroffener Haushalte und Unternehmen. Weitere Maßnahmen dürften je nach Entwicklung der Lage folgen."