Zins-Schock droht: Norwegens Notenbank wohl vor nächstem Schritt

Quelle Fxstreet

Das Research-Team von Danske Bank erwartet, dass die norwegische Zentralbank Norges Bank ihren Leitzins bei der anstehenden Zwischensitzung um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent anheben wird. Angesichts zuvor geäußerter restriktiver Signale gebe es kaum Gründe für eine Verzögerung. Zudem rechnen die Analysten mit verbalen Hinweisen auf eine weitere Zinserhöhung im Juni. Gleichzeitig deuten Daten vom Immobilien- und Arbeitsmarkt darauf hin, dass die Kosten für eine erneute Verankerung der Inflationserwartungen überschaubar bleiben.

Zinserhöhung und Signal für Juni erwartet

„In Norwegen erwarten wir, dass die Norges Bank den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent anhebt. Die Sitzung im März deutete darauf hin, dass eine Zinserhöhung bei einer der kommenden geldpolitischen Sitzungen wahrscheinlich ist, wobei der Zinsausblick eine höhere Wahrscheinlichkeit für Juni nahelegt.“

„Die restriktive Haltung, die auf eine erneute Verankerung der Inflationserwartungen abzielt, spricht jedoch für ein früheres Vorgehen. Vor diesem Hintergrund sehen wir wenig Anlass für die Norges Bank, die Anhebung hinauszuzögern, zumal bereits bei der März-Sitzung zwei der fünf Ausschussmitglieder für eine Zinserhöhung gestimmt hatten.“

„Zudem wird Statistics Norway die Lohndaten für das erste Quartal veröffentlichen. Monatliche Daten deuten darauf hin, dass sich das jährliche Wachstum auf 3,5 Prozent verlangsamt hat und damit deutlich unter den diesjährigen Lohnprognosen liegt. Dies legt nahe, dass die Lohndynamik vom Ende des vergangenen Jahres in dieses Jahr hinein schwächer ausgefallen sein könnte als erwartet.“

„In Norwegen stiegen die Immobilienpreise im April um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat und übertrafen damit die Prognose der Norges Bank von 0,2 Prozent. Zwar ist dies teilweise auf saisonale Effekte rund um Ostern zurückzuführen, doch liegt die jährliche Wachstumsrate von 3,8 Prozent weiterhin unter dem Lohnwachstum, was die dämpfende Wirkung der Geldpolitik unterstreicht. Zudem stieg die Leerstandsquote im ersten Quartal auf 3,0 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit dem ersten Quartal 2025, was auf eine robuste Arbeitskräftenachfrage und einen sich weiter anspannenden Arbeitsmarkt hindeutet.“

„Trotz dieser Entwicklungen erscheinen die Kosten für eine erneute Verankerung der Inflationserwartungen überschaubar, was den vorsichtigen Kurs der Norges Bank stützt.“

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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