Die Kryptobörse Coinbase hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass unbefristete Futures-Kontrakte auf Gold (XAU) und Silber (XAG) zum Handel zugelassen wurden. Das Angebot steht rund um die Uhr sowohl institutionellen als auch privaten Anlegern offen und richtet sich an berechtigte Händler außerhalb der USA.
Laut einer Mitteilung des Unternehmens sind die Gold- und Silber-Derivate „darauf ausgelegt, einen 24/7-Zugang zu Rohstoffen ebenso zugänglich und kapitaleffizient zu machen wie den Handel mit Krypto-Perpetuals“.
GOLD-PERP ist ein linearer unbefristeter Futures-Kontrakt, der sich auf eine Feinunze Gold am Kassamarkt bezieht. Entsprechend ist SILVER-PERP ein linearer unbefristeter Futures-Kontrakt auf eine Feinunze Silber am Kassamarkt.
Unbefristete Kontrakte haben kein Verfallsdatum oder Roll-over und werden in USDC abgerechnet. Gewinne und Verluste (PnL) aus diesen Kontrakten werden direkt in USDC realisiert.
Händler können einen maximalen Hebel von bis zu 25 nutzen, wobei institutionelle Risikokontrollen greifen. Zudem sollen die Perpetual Futures die Einstiegshürden senken, da geringe Mindestordergrößen ein flexibles Ein- und Aussteigen rund um makroökonomische Ereignisse ermöglichen.
Coinbase erklärte zudem, man arbeite mit der Commodity Futures Trading Commission zusammen, um einen durchgehenden Handel zu ermöglichen und diesen an die Struktur der Kryptomärkte anzupassen.
Coinbase zählt zu den führenden Kryptobörsen in den Vereinigten Staaten und erreicht laut Daten von CoinGecko ein tägliches Handelsvolumen von mehr als 2 Milliarden US-Dollar.
Die Goldpreise zogen am Mittwoch wieder an und erreichten Höchststände von über 4.700 US-Dollar. Hintergrund ist Optimismus über Fortschritte bei möglichen Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump erklärte, man mache „große Fortschritte“ auf dem Weg zu einem endgültigen Abkommen. Auch der Silberpreis zeigte Stärke und kletterte wieder über die Marke von 77 US-Dollar.
Unterdessen hat Präsident Trump das Projekt „Project Freedom“ vorübergehend ausgesetzt. Dabei handelt es sich um eine militärisch geführte Mission, die am Montag gestartet wurde, um die Schifffahrt in der Straße von Hormus durch ein Aufbrechen der iranischen Blockade wiederherzustellen.
Während die Märkte diese Entwicklungen verarbeiten, dürfte das Zusammenspiel geopolitischer Faktoren und der Risikobereitschaft der Anleger weiterhin die Preisentwicklung bei Gold und Silber prägen.