Ripple (XRP) zeigt zunehmend bullische Tendenzen und steigt am Mittwoch zum Zeitpunkt der Erstellung über 1,45 US-Dollar. Damit baut die Kryptowährung auf eine wachsende Risikobereitschaft der Anleger, nachdem die Vereinigten Staaten das Programm „Project Freedom“ pausiert haben und dabei große Fortschritte bei einem möglichen Friedensabkommen mit dem Iran anführten.
Die Stimmung am Kryptomarkt bleibt insgesamt vergleichsweise positiv. Der Fear-&-Greed-Index liegt am Mittwoch bei 46 Punkten und damit leicht unter dem Wert von 50 am Vortag. Ein klar risikofreudiges Umfeld stützt weiterhin die Aufwärtsdynamik von XRP und erhöht die Wahrscheinlichkeit anhaltender Kurssteigerungen.

Die Nachfrage nach börsengehandelten Spot-Fonds (ETFs) auf XRP nimmt zu. Am Dienstag beliefen sich die Zuflüsse auf insgesamt 11,28 Millionen US-Dollar, nach 3,87 Millionen US-Dollar am Vortag. Die kumulierten Zuflüsse summieren sich damit auf 1,31 Milliarden US-Dollar, während das durchschnittlich verwaltete Nettovermögen laut SoSoValue bei 1,09 Milliarden US-Dollar liegt.
Sollten institutionelle Investoren ihre Risikobereitschaft im Einklang mit der sich aufhellenden Marktstimmung weiter erhöhen, dürfte XRP gut positioniert sein, um die jüngste Erholung oberhalb der Unterstützungsmarke von 1,45 US-Dollar fortzusetzen.

Auch der Derivatemarkt signalisiert eine allmähliche Stärkung. Das Open Interest (OI) bei Futures steigt am Mittwoch auf 2,59 Milliarden US-Dollar, nach 2,54 Milliarden US-Dollar am Vortag.
Trotz dieses moderaten Anstiegs bleibt die Nachfrage von Privatanlegern deutlich hinter dem Höchststand von 10,94 Milliarden US-Dollar zurück, der im Juli erreicht wurde – zu einer Zeit, als XRP ein Rekordhoch von 3,66 US-Dollar markierte. Für einen nachhaltig bullischen Ausblick auf mittlere bis lange Sicht müsste das Open Interest daher parallel zum Kurs weiter zulegen.

XRP notiert bei 1,45 US-Dollar und behält kurzfristig eine konstruktive Aufwärtstendenz bei. Der Kurs liegt über dem 50-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,41 US-Dollar sowie über der SuperTrend-Unterstützung bei 1,32 US-Dollar, was darauf hindeutet, dass Rücksetzer aufgefangen werden.
Auch die Indikatoren bestätigen dieses Bild: Der Relative-Stärke-Index (RSI) bewegt sich im Tageschart nahe 61, während das Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) wieder in den positiven Bereich gedreht hat. Das deutet darauf hin, dass Käufer trotz eines übergeordneten Abwärtstrends die Kontrolle behalten.
Auf der Oberseite liegt ein erster Widerstand am 100-Tage-EMA bei rund 1,51 US-Dollar, gefolgt von einer fallenden Trendlinie nahe 1,57 US-Dollar. Der 200-Tage-EMA bei 1,74 US-Dollar stellt eine weiter entfernte Hürde dar, deren Überwindung das übergeordnete bullische Szenario stärken würde.

Auf der Unterseite bietet der 50-Tage-EMA bei 1,41 US-Dollar eine erste Unterstützung, während die SuperTrend-Linie bei 1,32 US-Dollar einen tieferen Puffer darstellt. Ein Tagesschlusskurs unterhalb dieser Marken würde die aktuelle Aufwärtsstruktur schwächen und eine stärkere Korrekturphase wahrscheinlicher machen.