Das Research-Team von Danske Bank erwartet, dass die schwedische Notenbank Riksbank ihren Leitzins unverändert bei 1,75 Prozent belässt, zugleich aber einen strafferen Ton anschlägt und auf Aufwärtsrisiken für die Inflation hinweist. Zwar könnte die unerwartet schwache Inflationsentwicklung in Schweden, insbesondere bei Dienstleistungen und Energie, weiterhin Einfluss auf die Geldpolitik haben. Dennoch dürfte die Kommunikation im Vergleich zur Sitzung im März etwas restriktiver ausfallen.
"In Schweden zeigten die vorläufigen Inflationsdaten für April einen stärker als erwarteten Rückgang, wobei die Kerninflation bei 0 Prozent und die CPIF-Rate bei 0,8 Prozent im Jahresvergleich lagen und damit unter den Prognosen blieben."
"Die negative Überraschung resultierte aus einer geringeren Inflation bei Dienstleistungen und niedrigeren Energiepreisen sowie einer spürbaren Weitergabe von Mehrwertsteuersenkungen an die Lebensmittelpreise (-5,5 Prozent im Monatsvergleich), was hinter den Erwartungen zurückblieb und auf mögliche deflationäre Tendenzen hindeutet."
"Diese Daten könnten die geldpolitische Ausrichtung der Riksbank beeinflussen, da sich die Inflationsentwicklung von den Erwartungen entfernt."
"Wir gehen davon aus, dass die Riksbank den Leitzins bei 1,75 Prozent belässt, jedoch im Vergleich zum geldpolitischen Bericht im März eine etwas straffere Kommunikation wählt – trotz der jüngsten niedrigen Inflationsdaten."