Die Rohstoffstrategen Ewa Manthey und Warren Patterson von ING berichten, dass Gold deutlich zugelegt hat. Hintergrund sind Hoffnungen auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran, die die Ölpreise gedrückt und damit Inflationssorgen gemildert haben. Dies belastete die Renditen, während der US-Dollar in der Nähe seines Vorkriegsniveaus verharrte. Silber entwickelte sich den Angaben zufolge besser, gestützt durch sinkende Renditen und eine gestiegene Risikobereitschaft. Die Analysten erwarten, dass Edelmetalle, einschließlich Silber, weiterhin empfindlich auf Entwicklungen im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran, auf Ölpreise sowie auf Zinserwartungen der US-Notenbank reagieren.
„Gold und Silber legten ebenfalls zu, da Hoffnungen auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise nach unten drückten und Inflationssorgen abnahmen.“
„Niedrigere Energiepreise belasteten die Renditen, während der Dollar in etwa auf Vorkriegsniveau blieb und damit zinslose Anlagen stützte.“
„Gold sprang um 3 Prozent an und kletterte wieder über 4.700 Dollar je Unze. Damit machte das Edelmetall einen Teil seiner jüngsten, kriegsbedingten Verluste wett. Eine mögliche Entspannung bei den Energiepreisen verschafft der Fed mehr Spielraum für Zinssenkungen, was positiv für Gold ist.“
„Silber entwickelte sich besser, gestützt durch niedrigere Renditen und eine höhere Risikobereitschaft. Edelmetalle dürften weiterhin sensibel auf Schlagzeilen zum Verhältnis zwischen den USA und dem Iran, auf Ölpreise und auf Zinserwartungen der Fed reagieren. Ein anhaltender Rückgang der Energiepreise würde Gold und Silber stützen, während Rückschläge bei den Gesprächen einen Teil der Gewinne wieder zunichtemachen könnten.“