Ethereum Prognose: Milliarden-Wale drücken Kurs – droht jetzt der Absturz?

Quelle Fxstreet

Ethereum (ETH) verzeichnet wieder zunehmendes Interesse institutioneller Anleger, nachdem börsengehandelte Spot-ETFs auf Ether in den USA am Dienstag Nettomittelzuflüsse in Höhe von 97,5 Millionen US-Dollar verbucht haben. Damit verzeichnen die Produkte inzwischen drei Tage in Folge positive Zuflüsse von insgesamt rund 260 Millionen Dollar und gleichen damit die Abflüsse der ersten vier Handelstage der Vorwoche aus.

Die Entwicklung folgt auf eine starke Performance im April, als die ETFs zehn Tage in Folge Nettomittelzuflüsse verzeichneten und den Monat mit einem Gesamtplus von 355 Millionen Dollar abschlossen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Unternehmensaktivitäten: Das auf Ethereum spezialisierte Treasury-Unternehmen BitMine Immersion Technologies baut seine Bestände weiter aus. Laut dem Smart-Money-Tracker Lookonchain dürfte das Unternehmen am Mittwoch weitere rund 40.000 ETH hinzugekauft haben. Bereits am Montag hatte BitMine Bestände von 5,18 Millionen ETH gemeldet, nachdem in der Vorwoche 101.745 ETH erworben worden waren.

Die anhaltenden Käufe erfolgen vor dem Hintergrund nachlassenden Interesses von US-Krypto-Privatanlegern. Darauf deutet der sogenannte Coinbase-Premium-Index hin, der die Preisentwicklung von ETH auf Coinbase und Binance vergleicht. Der Indikator lag in der vergangenen Woche durchgehend im negativen Bereich und signalisiert damit eine schwache Nachfrage von Krypto-Anlegern in den USA.

Die Entwicklung verdeutlicht eine auseinandergehende Stimmung zwischen institutionellen Investoren und Krypto-Privatanlegern in den Vereinigten Staaten.

Gleichzeitig bewegt sich ETH weiterhin in einer Seitwärtsrange rund um seinen realisierten Preis beziehungsweise die durchschnittlichen On-Chain-Kosten, was zusätzlichen Verkaufsdruck nach sich zieht.

Ein bedeutender sogenannter Bitcoin-OG-Wal, Garrett Jin, hat laut Lookonchain in den vergangenen Stunden 166.023 ETH auf die Kryptobörse Binance transferiert. Der Investor war zuvor mit umfangreichen Short-Positionen im Volumen von 1,1 Milliarden Dollar auf Bitcoin und Ethereum in Verbindung gebracht worden, nachdem es am 10. Oktober zu einer Bereinigung gehebelter Positionen gekommen war und im Januar Verluste von 378 Millionen Dollar folgten.

Auch Privatanleger haben in den vergangenen zwei Wochen rund 1,5 Millionen ETH veräußert.

Ethereum Prognose: Kurs scheitert an wichtiger Durchschnittslinie

In den vergangenen 24 Stunden kam es bei Ethereum zu Liquidationen im Umfang von 50,7 Millionen Dollar, wobei Long-Positionen mit 52,5 Millionen Dollar den Großteil ausmachten.

Im Wochenchart bleibt das Bild gedämpft: ETH notiert weiterhin unter den exponentiellen gleitenden Durchschnitten der vergangenen 20 und 50 Wochen bei 2.438 beziehungsweise 2.747 Dollar. Damit bleiben Erholungsversuche anfällig für neue Verkaufswellen. Die Momentum-Indikatoren zeigen ein gemischtes bis schwaches Bild. Der Relative-Stärke-Index auf 14-Wochen-Basis verharrt bei etwa 44 Punkten, während der Stochastik-Oszillator mit rund 82 Punkten bereits in den überkauften Bereich vorgedrungen ist, was auf begrenztes Aufwärtspotenzial hindeutet, solange der Kurs unter den mittelfristigen Durchschnitten bleibt.

Auf der Oberseite liegt ein erster Widerstand im Bereich von 2.388 Dollar, gefolgt vom 20-Wochen-Durchschnitt bei 2.438 Dollar, der eine wichtige Hürde darstellt. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte den Weg in Richtung 2.746 Dollar und damit zum 50-Wochen-Durchschnitt bei 2.747 Dollar ebnen. Darüber rückt die Marke von 3.411 Dollar als mittelfristiges Ziel in den Fokus.

ETH

Auf der Unterseite liegt eine erste Unterstützung im Bereich von 2.306 Dollar entlang einer früheren Trendlinie, gefolgt vom 9-Wochen-Durchschnitt bei 2.275 Dollar. Ein Wochenschluss darunter könnte weitere Rückgänge bis 2.211 und 2.107 Dollar nach sich ziehen. Bei anhaltendem Verkaufsdruck rücken zudem tiefere Unterstützungen bei 1.909, 1.741 und 1.524 Dollar in den Blick.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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