Der US Dollar Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, hält sich während der asiatischen Sitzung am Dienstag stabil um die Mitte der 98,00er-Marke und konsolidiert damit seine in den letzten zwei Tagen erzielten Gewinne. Unterdessen stützen die steigenden Spannungen zwischen den USA und Iran die Argumentation für eine weitere Aufwertung, wobei die Bullen auf einen nachhaltigen Anstieg über den technisch bedeutenden 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) warten, bevor sie neue Positionen eingehen.
Der fragile Waffenstillstand zwischen den USA und Iran steht nach einer schweren Eskalation der Gewalt im Persischen Golf am Montag kurz vor dem Zusammenbruch. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Südkorea meldeten Angriffe auf Schiffe in der wichtigen Passage. Die VAE berichteten zudem von einem Brand im Öl-Hafen von Fujairah infolge iranischer Raketen- und Drohnenangriffe. Unterdessen warnte US-Präsident Donald Trump, dass Iran von der Erdoberfläche ausgelöscht werde, sollte es amerikanische Schiffe angreifen, die im Rahmen einer neuen Initiative namens „Project Freedom“ durch den Golf eskortiert werden.
Dies hält die geopolitischen Risiken präsent und stützt weiterhin den Status des US-Dollars (USD) als Reservewährung. Darüber hinaus bleibt die Konfrontation zwischen den USA und Iran unterstützend für erhöhte Rohölpreise, was inflationsbedingte Sorgen und Wetten auf eine restriktivere Geldpolitik, einschließlich der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), anheizt. Laut dem FedWatch Tool der CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed bis Ende dieses Jahres derzeit bei etwa 35 % im Vergleich zu weniger als 10 % am vergangenen Freitag. Dies bestätigt den positiven Ausblick für den DXY weiter.
Händler blicken nun auf den US-Wirtschaftskalender – mit der Veröffentlichung des ISM Services PMI, der JOLTS-Stellenangebote und der Daten zu den Verkäufen neuer Eigenheime. Darüber hinaus sollten Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder und weitere Entwicklungen in der Nahost-Krise dem DXY Impulse verleihen. Der Schwerpunkt dieser Woche liegt jedoch auf den wichtigen monatlichen US-Beschäftigungsdaten – im Volksmund als Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht bekannt.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen diese woche. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.54% | 0.54% | 0.36% | 0.25% | 0.80% | 0.55% | 0.49% | |
| EUR | -0.54% | -0.01% | -0.22% | -0.29% | 0.30% | 0.00% | -0.02% | |
| GBP | -0.54% | 0.00% | -0.19% | -0.28% | 0.32% | 0.02% | -0.02% | |
| JPY | -0.36% | 0.22% | 0.19% | -0.05% | 0.49% | 0.26% | 0.11% | |
| CAD | -0.25% | 0.29% | 0.28% | 0.05% | 0.57% | 0.32% | 0.26% | |
| AUD | -0.80% | -0.30% | -0.32% | -0.49% | -0.57% | -0.30% | -0.32% | |
| NZD | -0.55% | -0.00% | -0.02% | -0.26% | -0.32% | 0.30% | -0.04% | |
| CHF | -0.49% | 0.02% | 0.02% | -0.11% | -0.26% | 0.32% | 0.04% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.