Die Analysten Hunter Chan und Shuang Ding von Standard Chartered erwarten, dass eine robuste Auslandsnachfrage Chinas Industrieproduktion und Außenhandel im April stützen wird, auch wenn Dienstleistungen und Bauwirtschaft schwächeln. Höhere Ölpreise dürften demnach die Erzeugerpreise (PPI) sowie die Energiekomponente der Verbraucherpreise (CPI) antreiben, während die Gesamtinflation bei 1 Prozent im Jahresvergleich verharren dürfte. Die Investitionen in Anlagevermögen bleiben voraussichtlich gedämpft, während sich Einzelhandelsumsätze und Kreditwachstum moderat verbessern könnten.
"Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in China blieb im April mit 50,3 auf hohem Niveau."
"Gleichzeitig fiel der PMI für den Dienstleistungssektor unter die Marke von 50, und der Bau-PMI sank auf ein Sechsjahrestief von 48, was auf eine schwache Binnennachfrage und weiterhin verhaltene Aktivitäten am Immobilienmarkt hindeutet."
"Angesichts der weiterhin starken globalen Nachfrage nach Produkten aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Halbleiter dürfte sich das Wachstum der Industrieproduktion (IP) auf 6,2 Prozent im Jahresvergleich beschleunigt haben, während die Exporte um 12 Prozent zugelegt haben könnten."
"Das Wachstum der Anlageinvestitionen (FAI) dürfte sich in den ersten vier Monaten 2026 stabil bei 1,6 Prozent im Jahresvergleich gehalten haben, gestützt durch solide Investitionen in die Ausrüstungsfertigung und Infrastruktur."
"Obwohl die Weitergabe des starken Anstiegs der internationalen Energiepreise an den Binnenmarkt durch politische Maßnahmen gedämpft wurde, dürfte die Energiekomponente der Verbraucherpreise im vergangenen Monat gestiegen sein, wodurch der Rückgang der Nahrungsmittelpreise ausgeglichen und die Gesamtinflation bei 1 Prozent im Jahresvergleich gehalten wurde."