Die Analystin Ma Tieying von DBS Group hebt die Wachstumsprognose für Taiwan im Jahr 2026 deutlich an. Sie rechnet nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 9,4 Prozent statt zuvor 7,0 Prozent. Als Gründe nennt sie stärker als erwartete, KI-getriebene Exporte sowie eine robuste Nachfrage im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT). In der Analyse wird zudem auf ein kräftiges Wachstum im ersten Quartal verwiesen, während sich das Tempo im weiteren Jahresverlauf voraussichtlich abschwächen dürfte. Als zentrale Risiken gelten Einschränkungen bei der LNG-Versorgung, steigende Energiekosten und mögliche Stromrationierungen.
„Wir heben unsere Wachstumsprognose für Taiwan im Jahr 2026 von 7,0 Prozent auf 9,4 Prozent an, was die stärkste Expansion seit der Erholung nach der globalen Finanzkrise im Jahr 2010 bedeuten würde.“
„Der durch Künstliche Intelligenz angetriebene globale Hardware-Zyklus dürfte trotz geopolitischer Spannungen im Nahen Osten robust bleiben und die Nachfrage nach Halbleitern, Servern und weiteren ICT-Exporten weiter stützen.“
„Auf Quartalsbasis dürfte das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal seinen Höhepunkt erreicht haben und sich danach schrittweise abschwächen.“
„Exporte außerhalb des ICT-Sektors dürften zunehmend unter dem breiteren globalen Nachfragerückgang leiden.“
„Die LNG-Versorgung bleibt eine zentrale strukturelle Einschränkung.“