Der Vermögensverwalter Bitwise Asset Management hat am Freitag seinen Spot-ETF auf Hyperliquid mit dem Kürzel BHYP aufgelegt und gehört damit zu den ersten Anbietern, die regulierten Zugang zu HYPE in den USA ermöglichen.
Der börsengehandelte Fonds (ETF) bietet Anlegern eine direkte Spot-Exponierung gegenüber HYPE und integriert zugleich eine Staking-Funktion über die unternehmenseigene Einheit Bitwise Onchain Solutions.
Nach Angaben des Unternehmens werden die im Fonds gehaltenen Hyperliquid-Bestände gestakt, um neben der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Tokens zusätzliche Erträge zu generieren.
Bitwise-Investmentchef Matt Hougan erklärte, Hyperliquid habe sich zu einer der überzeugendsten Anlagemöglichkeiten im Kryptomarkt entwickelt und verwies auf die wachsende Rolle der Plattform bei der globalen Preisfindung in Phasen erhöhter Marktvolatilität.
Er hob hervor, dass Händler während eines Anstiegs geopolitischer Spannungen zu Beginn des Jahres, als klassische Finanzmärkte geschlossen waren, auf die Märkte von Hyperliquid auswichen, um Echtzeitpreise zu erhalten.
„BHYP ist darauf ausgelegt, Anlegern einen einfachen Zugang zu diesem Potenzial zu bieten – mit dem zusätzlichen Vorteil eines unternehmenseigenen Stakings, um die Renditen zu maximieren“, erklärte Hougan am Freitag.
Zudem betonte er, dass die Struktur des Hyperliquid-Ökosystems die Interessen von Token-Inhabern und Plattformwachstum miteinander in Einklang bringe. Das mache den Vermögenswert zunehmend attraktiv für institutionelle und private Investoren, die über regulierte Produkte investieren wollen.
BHYP startete den Handel an der New York Stock Exchange (NYSE) mit einer Sponsorengebühr von 0,34 Prozent. Bitwise teilte jedoch mit, dass diese Gebühr im ersten Monat für die ersten 500 Millionen US-Dollar an Fondsvermögen entfällt.
Die Einführung des ETFs erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Forderungen traditioneller Finanzinstitute nach einer strengeren Regulierung von Hyperliquid und Offshore-Krypto-Handelsplätzen.
So haben die CME Group und die Intercontinental Exchange (ICE), Muttergesellschaft der NYSE, laut einem Bericht von Bloomberg US-Regulierungsbehörden und Gesetzgeber dazu aufgefordert, die Aufsicht über Hyperliquid zu verschärfen. Als Begründung nannten sie Risiken möglicher Marktmanipulation sowie den wachsenden Einfluss der Plattform auf globale Rohstoffmärkte.
Im Zentrum der Bedenken steht vor allem die anonyme Handelsstruktur von Hyperliquid, die Kritikern zufolge Möglichkeiten für Insiderhandel, Marktmissbrauch oder die Umgehung von Sanktionen durch staatlich verbundene Akteure eröffnen könnte.
Der Druck aus der Finanzbranche verdeutlicht die zunehmenden Spannungen zwischen dezentralen Handelsplattformen und etablierten Akteuren der Wall Street.
Die Kryptowährung HYPE notierte zuletzt bei 44 US-Dollar und legte binnen 24 Stunden um 1,2 Prozent zu, während die übrigen 50 größten Kryptowährungen Verluste verzeichneten.