Das Unternehmen Strategy (MSTR) könnte mit dem Verkauf von Bitcoin beginnen, um sein Schuldenrückkaufprogramm zu finanzieren. Das teilte die Firma am Freitag in einer Meldung an die Securities and Exchange Commission (SEC) mit.
Strategy kündigte an, vorrangige wandelbare Anleihen mit Fälligkeit 2029 im Volumen von rund 1,5 Milliarden US-Dollar zurückkaufen zu wollen.
Das Unternehmen plant, den Rückkauf über privat ausgehandelte Transaktionen abzuwickeln.
Strategy rechnet damit, den Rückkauf für etwa 1,38 Milliarden US-Dollar in bar abzuschließen und damit einen Teil der Verbindlichkeiten zu tilgen. Zur Finanzierung könnten vorhandene Barmittel, Erlöse aus dem sogenannten At-the-Market-Programm sowie mögliche Verkäufe von Bitcoin-Beständen eingesetzt werden.
Der Schritt sorgt in der Branche für Aufmerksamkeit, da Strategy als einer der größten Bitcoin-Halter gilt und Unternehmenschef Michael Saylor lange die Strategie des „Kaufen und Halten“ verfolgt hat.
Saylor hatte zuvor angedeutet, dass begrenzte Bitcoin-Verkäufe gezielt eingesetzt werden könnten, um Verpflichtungen aus der Finanzierungsstruktur des Unternehmens zu bedienen. Diese Aussage bezog sich insbesondere auf Dividenden im Zusammenhang mit dem Programm für unbefristete Vorzugsaktien STRC.
Zugleich betonte er, dass Strategy beabsichtige, die Bitcoin-Bestände langfristig weiter auszubauen, auch wenn kurzfristige Liquiditätsanforderungen gelegentlich Verkäufe erforderlich machen könnten.
Der Abschluss des Schuldenrückkaufs wird um den 19. Mai erwartet. Anschließend sollen die zurückgekauften Anleihen eingezogen werden. Wandelanleihen mit einem Nennwert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar mit Fälligkeit 2029 bleiben weiterhin ausstehend.
Die Anleihen waren ursprünglich ausgegeben worden, um die umfangreichen Bitcoin-Käufe von Strategy zu finanzieren, die das Unternehmen zu einem wichtigen Vehikel für institutionelle Bitcoin-Investitionen gemacht haben.
Ungeachtet dessen baut Strategy seine Bitcoin-Reserven weiter aus. Anfang der Woche teilte das Unternehmen mit, 535 Bitcoin für rund 43 Millionen US-Dollar zu einem durchschnittlichen Preis von etwa 80.340 US-Dollar erworben zu haben.
Damit stiegen die gesamten Bitcoin-Bestände auf 818.869 Einheiten, die zu einem durchschnittlichen Preis von 75.540 US-Dollar je Bitcoin gekauft wurden.
Die Entwicklung folgt zudem auf die jüngste Quartalsbilanz des Unternehmens. Im ersten Quartal verbuchte Strategy einen nicht realisierten Verlust von 14,46 Milliarden US-Dollar infolge von Kursschwankungen bei Bitcoin. Daraus ergab sich ein operativer Verlust von 14,47 Milliarden US-Dollar sowie ein Nettoverlust von 12,54 Milliarden US-Dollar.
Die Aktie von Strategy verlor am Freitag nach der Ankündigung mehr als fünf Prozent.