Die langfristig positiven Aussichten für Gold stehen nach Einschätzung der TD-Securities-Analysten Ryan McKay und Bart Melek auf dem Prüfstand. Der Goldpreis schwankt derzeit um die wichtige Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze. Systematisch handelnde Investmentfonds, sogenannte Commodity Trading Advisors (CTAs), setzen inzwischen über sämtliche Handelssignale hinweg auf fallende Kurse. Hinzu kommen erhebliche Verkäufe durch regelbasierte Fonds sowie Kapitalabflüsse aus Gold-ETFs, insbesondere in China. Dennoch zeigt sich der Goldpreis vergleichsweise widerstandsfähig. Auch die anhaltende Nachfrage der Zentralbanken stützt den längerfristig positiven Ausblick. Oberhalb von 4.092 US-Dollar könnten zudem Eindeckungen bestehender Short-Positionen einsetzen.
„Die langfristig positive Einschätzung für Gold wird im Bereich von 4.000 US-Dollar je Feinunze auf die Probe gestellt. CTAs sind inzwischen bei sämtlichen Handelssignalen auf fallende Kurse positioniert.“
„CTAs haben bereits in erheblichem Umfang Gold verkauft. Systematisch handelnde Fonds setzen mittlerweile bei allen Momentumindikatoren auf Short-Positionen.“
„Gleichzeitig haben erste Liquidationen von Gold-ETF-Beständen, insbesondere in China, den ohnehin angeschlagenen Markt zusätzlich belastet.“
„Vor diesem Hintergrund fielen sowohl die Kassapreise als auch die Terminkurse unter die wichtige Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze. Dennoch hat der Markt erneut eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit bewiesen, da sich die Preise innerhalb relativ kurzer Zeit wieder erholen konnten.“
„Trotz der zuletzt nachlassenden ETF-Nachfrage bleibt der übergeordnete Trend unterstützend. Vor allem die Käufe der Zentralbanken waren ein wesentlicher Treiber steigender Goldpreise, insbesondere wenn sich die Notierungen in diesem Kursbereich bewegten.“
„Oberhalb von 4.092 US-Dollar je Feinunze dürften CTAs beginnen, ihre Short-Positionen einzudecken.“