Nvidia beteiligt sich mit drei Milliarden US-Dollar an einer kürzlich durchgeführten Aktienemission von Meta Platforms. Wie der Chipkonzern am Dienstag mitteilte, ist die Investition Teil einer erweiterten Partnerschaft, die sich vor allem auf die KI-Modellfamilie Muse des Instagram-Mutterkonzerns konzentriert.
Beide Unternehmen wollen künftig enger zusammenarbeiten, um die Leistungsfähigkeit der Muse-Modelle sowohl beim Training als auch bei der Anwendung bereits trainierter Modelle, der sogenannten Inferenz, zu verbessern. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung hervor.
Meta plant zudem, den Einsatz von Nvidia-Technologie in seinen Rechenzentren weiter auszubauen. Dazu gehören die Vera-Rubin-Plattform und Vera-Prozessoren, die künftig unter anderem die KI-Agenten des Konzerns antreiben sollen. Auch bei der Netzwerktechnik will Meta verstärkt auf Lösungen von Nvidia setzen.
Die vertiefte Zusammenarbeit folgt auf die positive Resonanz, die Metas Muse-Modelle und insbesondere die darauf basierenden KI-Agenten bei den Nutzern ausgelöst haben. Die Muse-Anwendung gehörte bereits innerhalb einer Woche nach ihrer Einführung zu den am häufigsten heruntergeladenen Apps.
„Nvidia und Meta bauen ihre Partnerschaft aus, um die gesamte Recheninfrastruktur für leistungsfähige, effiziente und sichere KI-Agenten zu optimieren“, erklärte Nvidia-Chef Jensen Huang in einer Mitteilung.
Unabhängig davon kündigte Meta an, das Volumen einer Aktienemission von ursprünglich 22,5 Milliarden auf 25 Milliarden US-Dollar erhöht zu haben. Zusammen mit einer weiteren Emission von Hinterlegungsscheinen will der Konzern damit nun bis zu 37,5 Milliarden US-Dollar einnehmen.
Den Ausgabepreis für die Stammaktien setzte Meta auf 625 US-Dollar je Aktie fest. Die Hinterlegungsscheine werden zu einem Preis von 50 US-Dollar je Stück angeboten.
Mit der Kapitalaufnahme will der Instagram-Mutterkonzern vor allem den Ausbau seiner KI-Infrastruktur finanzieren. Bereits am Montag hatte Meta angekündigt, für 2027 eine weitere Aktienemission im Umfang von 60 Milliarden US-Dollar zu planen. Dabei soll es sich um Aktien ohne Stimmrechte handeln.