Silber (XAG/USD) kann die moderaten Gewinne des Vortags nicht ausbauen und schafft es während der asiatischen Sitzung am Mittwoch nicht, die runde Marke von 64,00 USD zu überwinden. Händler scheinen nun zögerlich zu sein und warten lieber die mit Spannung erwartete geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve (Fed) ab, bevor sie sich für den nächsten Schritt einer Richtungsbewegung positionieren.
Im Vorfeld des wichtigen Zentralbankereignisses scheinen Händler eine Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte (bps) bereits vollständig eingepreist zu haben. Hinzu kommt, dass inflationsbedingte Risiken durch höhere Ölpreise die steigenden Renditen von US-Anleihen weiterhin stützen, was zusammen mit den eskalierenden Spannungen im Nahen Osten den sicheren Hafen US-Dollar (USD) nahe einem Zwei-Wochen-Hoch festigt. Dies begrenzt das renditelose XAG/USD.
Aus technischer Sicht behält das weiße Metall unter dem 200-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei rund 64,13 USD einen leicht bärischen kurzfristigen Ton bei. XAG/USD notiert jedoch über dem 50,0%-Fibonacci-Retracement des Anstiegs von Juli bis August bei etwa 62,94 USD und dem 61,8%-Retracement bei 61,06 USD, was auf eine zugrunde liegende Unterstützung hindeutet.
Unterdessen deuten negative Werte des Moving Average Convergence Divergence (MACD) und ein Relative Strength Index um 46 darauf hin, dass das Momentum weiterhin die Unterseite begünstigt, solange XAG/USD den 200-Tage-EMA nicht zurückerobert. Danach folgt das 38,2%-Fibo. bei rund 64,82 USD, wobei das 23,6%-Niveau nahe 67,15 USD als höhere Barriere fungiert, falls sich eine stärkere Erholung entfaltet.
Auf der Unterseite ergibt sich die erste Unterstützung beim 50,0%-Retracement nahe 62,94 USD, wobei das 61,8%-Niveau bei 61,06 USD als tieferer Puffer dient, und ein klarer Bruch unter diese Zone würde die vorherrschende bärische Tendenz wahrscheinlich verstärken.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.
Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.
Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.