OpenAI erwägt Finanzierung bei Bewertung von 1,2 Billionen US-Dollar, während Anthropic zur Verlangsamung der KI-Entwicklung aufruft

Quelle Tradingkey

TradingKey – OpenAI hat vor Kurzem vorläufige Gespräche mit mehreren Großinvestoren über eine neue Finanzierungsrunde geführt. Laut der Financial Times könnte die potenzielle Transaktion den ChatGPT-Entwickler mit rund 1,2 Billionen US-Dollar bewerten. Die Verhandlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium, und die finale Bewertung könnte sich noch ändern, während das genaue Volumen der Kapitalaufnahme weiterhin unbestimmt ist.

Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, wurden die Finanzierungsgespräche in erster Linie von Investoren initiiert und nicht von OpenAI, das aktiv nach neuem Kapital gesucht hätte. OpenAI hat noch nicht entschieden, ob die Kapitalbeschaffung formell fortgesetzt werden soll, und das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Sollte die Finanzierungsrunde mit einer Bewertung von 1,2 Billionen US-Dollar abgeschlossen werden, würde die Bewertung von OpenAI gegenüber März dieses Jahres einen deutlichen Anstieg markieren. Im März schloss das Unternehmen seine jüngste Finanzierungsrunde ab und sicherte sich 122 Milliarden US-Dollar an zugesagtem Kapital bei einer Post-Money-Bewertung von 852 Milliarden US-Dollar, wobei zu den Investoren SoftBank, a16z, MGX, TPG und mit BlackRock verbundene Fonds gehörten.

Bemerkenswert ist, dass die Nachricht über diese Finanzierungsrunde zu einem Zeitpunkt kommt, an dem Sicherheitsbedenken im Bereich der KI erneut in den Mittelpunkt des globalen Technologiemarktes rücken. Sam Altman, CEO von OpenAI, stellte vor Kurzem klar, dass das Unternehmen 2026 keinen Börsengang vollziehen wird, und fügte hinzu, dass die Priorisierung von KI-Sicherheit und -Ausrichtung derzeit notwendig sei. Er merkte zudem an, dass das Risiko katastrophaler Folgen durch KI selbst dann nicht ignoriert werden könne, wenn es lediglich im einstelligen Prozentbereich liege.

Auch Dario Amodei, CEO von Anthropic, forderte KI-Unternehmen kürzlich dazu auf, das Tempo bei der Entwicklung von Spitzenmodellen zu drosseln – eine Ausrichtung, der sich Altman in der Folge anschloss. Die Äußerungen belasteten vorübergehend die Stimmung im KI-Sektor und führten am 14. September zu Verlusten bei KI- und Halbleiteraktien weltweit, wobei der Philadelphia Semiconductor Index an diesem Tag um 5,86 % nachgab. Dies verdeutlicht, dass Kontroversen über KI-Sicherheit begonnen haben, die Erwartungen des Kapitalmarktes an das Expansionstempo der Branche zu beeinträchtigen.

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Tageschart des Philadelphia Semiconductor Index, Quelle: TradingView

Unterdessen beschleunigen sich auch die regulatorischen Maßnahmen. China erarbeitet verbindliche nationale Standards für die Sicherheit von KI-Agenten, die von Entwicklern verlangen, ihre Fähigkeiten zur Erkennung, Intervention, Blockierung und Behebung von außer Kontrolle geratenem Verhalten zu verbessern, wobei das Augenmerk besonders auf Risiken wie dem Überschreiten von Sicherheitsgrenzen durch Modelle und Angriffen auf externe Systeme liegt. Während sich die USA und China in ihren spezifischen Ansätzen zur Governance von KI-Risiken derzeit unterscheiden, haben beide Seiten begonnen, den Kontrollverlust bei fortgeschrittener KI, Cybersicherheit und den Missbrauch von Modellen in regulatorische Diskussionen einzubeziehen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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