USD/CAD hält Gewinne über 1,4300 vor dem US-PCE-Preisindex und den BIP-Daten Kanadas

Quelle Fxstreet
  • USD/CAD gewinnt aufgrund steigender Risikoaversion, die durch Bedenken über bevorstehende US-Autozölle angeheizt wird.
  • US-Präsident Donald Trump hat zusätzliche Maßnahmen gegen die EU und Kanada angedroht, falls sie retaliieren.
  • Händler konzentrieren sich nun auf den US-PCE-Preisindex und die BIP-Daten Kanadas, die am Freitag fällig sind.

USD/CAD setzt seinen Aufwärtstrend am zweiten aufeinanderfolgenden Tag fort und handelt am Freitag während der asiatischen Handelsstunden bei etwa 1,4310. Das Paar profitiert von der erhöhten Risikoaversion, die durch wachsende Bedenken über bevorstehende US-Autozölle ausgelöst wird.

Am Mittwoch unterzeichnete US-Präsident Donald Trump eine Anordnung, die einen Zoll von 25% auf Autoimporte verhängt, und warnte vor weiteren Maßnahmen gegen die EU und Kanada, falls sie retaliieren. Diese Eskalation der Handelskonflikte könnte die Beziehungen zu wichtigen Handelspartnern belasten, insbesondere im Hinblick auf die gegenseitigen Zölle, die am 2. April in Kraft treten sollen. Der Kanadische Dollar (CAD) sieht sich Gegenwind gegenüber, da etwa 75% der kanadischen Exporte – einschließlich Öl und Autos – in die Vereinigten Staaten (US) gehen.

Allerdings könnte das Aufwärtspotenzial für das USD/CAD-Paar begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) aufgrund sinkender Staatsanleiherenditen unter Druck bleibt. Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt die Rendite der 2-jährigen Anleihe bei 3,99%, während die 10-jährige Rendite bei 4,35% steht. Moody’s hat jedoch gewarnt, dass steigende Zölle und Steuersenkungen das Defizit der US-Regierung erheblich vergrößern könnten, was möglicherweise zu einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit und höheren Staatsanleiherenditen führen könnte.

Auf der wirtschaftlichen Seite wuchs das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2024 mit einer annualisierten Rate von 2,4%, was die Prognose von 2,3% übertraf, laut am Donnerstag veröffentlichten Daten. Die Anleger konzentrieren sich nun auf den US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), der am Freitag veröffentlicht wird, um weitere Klarheit über die geldpolitischen Aussichten der Federal Reserve (Fed) zu erhalten. In der Zwischenzeit werden auch die BIP-Daten Kanadas später in der nordamerikanischen Sitzung beobachtet.

Kanadischer Dollar FAQs

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

 

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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Autor  FXStreet
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