Gold gibt nach Rekordhoch leicht nach – bullischer Grundton bleibt dank Geopolitik und Fed-Sorgen
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Gold (XAU/USD) steigt am Montag in Asien den dritten Tag in Folge und markiert nahe $4,600 ein neues Rekordhoch (insgesamt fünfter positiver Tag in den vergangenen sechs).
Geopolitische Risiken und Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed belasten den USD und stützen damit Gold.
Geringere Wetten auf zusätzliche Fed-Zinssenkungen könnten vor den US-Inflationsdaten in dieser Woche die Aufwärtsdynamik begrenzen.
Gold (XAU/USD) legt am Montag in der asiatischen Sitzung erneut zu und erreicht ein frisches Allzeithoch im Bereich von $4,600. Ausschlaggebend bleibt die Flucht in sichere Häfen: Die US-Inkursion in Venezuela, die von US-Präsident Donald Trump geäußerte Drohung militärischer Maßnahmen im Zusammenhang mit den Unruhen im Iran, der anhaltende Russland-Ukraine-Krieg, der Streit zwischen China und Japan sowie das Beharren des Weißen Hauses auf dem Ziel, Grönland zu erwerben, halten die Risikoneigung der Anleger niedrig. Das stützt die Nachfrage nach dem Edelmetall.
Gleichzeitig wird der US-Dollar durch Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed) gebremst. Der USD entfernt sich damit von dem Niveau, das am Freitag als höchster Stand seit dem 5. Dezember erreicht wurde. Auch das kommt dem unverzinslichen Gold zugute.
Allerdings konnte Gold die Bewegung nicht ohne Weiteres beschleunigen: Die US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag dämpften die Erwartungen an eine aggressivere Lockerung im Jahr 2026. Entsprechend halten sich Marktteilnehmer mit neuen Long-Positionen zurück und warten vor den US-Inflationsdaten in dieser Woche ab.
Daily Digest: Treiber des Tages
Nach einem Strike in Venezuela Anfang dieses Monats habe Trump gesagt, Washington werde vorübergehend die Verwaltung Venezuelas übernehmen, um einen Übergang zu überwachen. Zudem habe er sich in einem Beitrag auf Truth Social als amtierender Präsident Venezuelas bezeichnet.
Das Wall Street Journal (WSJ) habe unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Offizielle berichtet, Trump erwäge, Iran zu reprimand – als Reaktion auf das Vorgehen gegen Massenproteste, bei dem mehr als 500 Menschen getötet worden seien. Zusammen mit dem sich verschärfenden Russland-Ukraine-Krieg bleibe das geopolitische Risiko damit präsent.
So habe ein ukrainischer Drohnenangriff am Samstag einen Brand in einem Öldepot in Russlands südlicher Region Wolgograd ausgelöst. Russland habe seinerseits in einem nächtlichen Angriff auf die Region Lwiw – nahe der EU- und NATO-Grenzen – seine hypersonische Mittelstreckenrakete Oreshnik eingesetzt.
Separat verschärfte China den Konflikt mit Japan und beschränkte Exporte von Seltenen Erden sowie Magneten nach Japan. Das Verbot folgte den jüngsten Taiwan-bezogenen Bemerkungen des japanischen Premierministers. Vor diesem Hintergrund erreichte Gold in der asiatischen Sitzung am Montag ein neues Allzeithoch.
Auf der Geldpolitik-Seite sagte Fed-Chef Jerome Powell, die Drohung einer strafrechtlichen Anklage gegen ihn sei eine Konsequenz davon, dass die Notenbank Zinsen nach der besten Einschätzung dessen setze, was dem öffentlichen Interesse diene – und nicht nach den Präferenzen des Präsidenten. Powell fügte hinzu, der Ausgang der Untersuchung werde die Zukunft der Entscheidungen der Zentralbank bestimmen.
Nach dem US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag reduzierten Händler ihre Wetten auf weitere Zinssenkungen: Die Arbeitslosenquote sei im Dezember auf 4.4% gefallen (von 4.6%). Die Headline-NFP zeigten 50K neue Stellen, gegenüber Markterwartungen von 60K und 56K im November (revidiert von 64K). Die Daten reichten demnach nicht aus, um die USD-Bullen klar zu überzeugen – auch wegen der anhaltenden Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed.
Am Montag stehen laut Text keine relevanten US-Konjunkturdaten an. USD und Gold könnten damit kurzfristig stärker auf Kommentare einflussreicher FOMC-Mitglieder reagieren. Der Fokus bleibt jedoch auf den US-Inflationszahlen in dieser Woche.
Technische Lage: Aufwärtstrend intakt, kurzfristig Konsolidierung möglich
Technisch verlief der Anstieg der vergangenen Wochen entlang eines aufwärts gerichteten Kanals, was für einen etablierten kurzfristigen Aufwärtstrend spricht und die Bullen begünstigt. Zudem hält sich Gold oberhalb der steigenden 200-Perioden-SMA, die als dynamische Unterstützung im Bereich $4,325–4,320 gilt.
Der MACD liegt über der Signallinie und bleibt im positiven Terrain; ein sich ausweitendes Histogramm deutet auf zunehmendes bullisches Momentum hin. Gleichzeitig steht der RSI bei 71.82 (überkauft), was kurzfristig die Gewinne dämpfen und eine Konsolidierung nahe der oberen Kanalbegrenzung begünstigen könnte.
Kommt es zu einem Rücksetzer, wird Unterstützung zunächst am Kanalboden um $4,365 gesehen. Darüber hinaus stützt die steigende 200-Perioden-SMA den übergeordneten bullischen Bias. Solange diese Bereiche halten, bleibt das Aufwärtspotenzial grundsätzlich intakt. Ein klarer Bruch über den Kanalwiderstand würde eine weitere Aufwärtsstrecke in höheres Terrain eröffnen.
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