Die Märkte warten auf die Bekanntgabe des nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve. Bislang hat dies nur begrenzte Auswirkungen auf den US-Dollar, da erwartet wird, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) einen Ausgleich zu einem möglicherweise zurückhaltenden Kandidaten schaffen wird. Während Bedenken hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Fed einen gewissen Abwärtsdruck auf den Dollar ausüben könnten, dürfte der EUR/USD-Kurs bei 1,18 auf Widerstand stoßen, wobei in den kommenden Monaten mit unruhigen Handelsbedingungen zu rechnen ist, berichtet Jane Foley, Devisenanalystin bei der Rabobank.
„Letzte Woche gab US-Finanzminister Bessent bekannt, dass der nächste Fed-Vorsitzende noch in diesem Monat bekannt gegeben wird. Obwohl die Frage der Unabhängigkeit der Fed für die Märkte von großer Bedeutung ist, waren die Auswirkungen auf den USD bislang begrenzt, da davon ausgegangen wird, dass das FOMC einen gewissen Ausgleich zu einem dovishen Vorsitzenden schaffen könnte. Diese Einschätzung findet Unterstützung durch die Tatsache, dass die FOMC-Mitglieder kürzlich eine Vielzahl unterschiedlicher politischer Standpunkte zum Ausdruck gebracht haben.“
„Da alle Kandidaten, die für das Amt des nächsten Fed-Vorsitzenden im Gespräch sind, als potenzielle Entscheidungsträger der Geldpolitik glaubwürdig sind, vertreten viele Kommentatoren die Ansicht, dass die Entscheidungen der Fed auch in Zukunft von Fakten und wirtschaftlichen Erwägungen dominiert werden. Andere argumentieren, dass die Fed zwar einen etwas höheren Inflationsdruck tolerieren könnte, dies jedoch nicht zu einem vollständigen Verlust der Glaubwürdigkeit der Zentralbank führen würde.“
„Kurz gesagt, es gibt eine Bandbreite möglicher Ergebnisse hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Fed, was auf einen möglichen Abwärtsdruck auf den USD hindeuten könnte, ohne dass dieser jedoch in einen freien Rückgang gerät. Da der Markt auf weitere Klarheit über die Entwicklung der Fed wartet, gehen wir davon aus, dass EUR/USD 1,18 wahrscheinlich einen starken Widerstand darstellen wird. Insgesamt erwarten wir, dass die Aussichten für das Währungspaar in den kommenden Monaten von unruhigen Schwankungen geprägt sein werden.“