Der Aussie-Dollar verliert am Dienstag gegenüber dem Greenback 0,11%, da die Risikobereitschaft angesichts von Aufrufen von CEOs von KI-Unternehmen, die Entwicklung zu verlangsamen, negativ bleibt, während die geldpolitische Sitzung des FOMC bevorsteht. Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed belasten AUD/USD, das bei 0,7130 handelt.
Die wichtigsten US-Aktienindizes beendeten die Sitzung im Minus, während der US-Dollar laut dem US Dollar Index (DXY) den zweiten Tag in Folge zulegte. Der DXY, der die Entwicklung des Greenback gegenüber sechs Währungen misst, liegt 0,15% höher bei 99,61.
Geopolitische Entwicklungen trieben die Energiepreise nach oben, nachdem Saudi-Arabien EU-Ölraffinerieunternehmen über Lieferverzögerungen informiert hatte, im Anschluss an Angriffe der Houthi, die die East-West-Rohölpipeline beschädigten.
Auf der Datenseite enthielt der US-Wirtschaftskalender den 4-Wochen-Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsveränderung, der die revidierten Zahlen der Vorwoche übertraf. Später fiel der New York Fed Empire State Manufacturing Index um 13 Punkte auf 7,6, bedingt durch einen Rückgang bei Neuaufträgen und Auslieferungen.
In der Zwischenzeit dürften sich die meisten an den US-Dollar gekoppelten G8-FX-Währungspaare verhalten entwickeln, da Anleger auf die Entscheidung der Fed warten. Die Geldmärkte hatten eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte nahezu vollständig eingepreist, während Anleger das Update der Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen (SEP), den „Dot Plot“ und die Pressekonferenz von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh im Blick hatten.
In Australien ist der Kalender leer, doch die meisten Händler werden gebannt auf den Bildschirm schauen und die Entscheidung der Fed verarbeiten. Nach dem FOMC werden australische Händler eine Rede der Gouverneurin der Reserve Bank of Australia (RBA), Michelle Bullock, vom 17. September verarbeiten.
Im Tages-Chart notiert AUD/USD bei 0,7130. Das Paar hält sich oberhalb des Clusters einfacher gleitender Durchschnitte (SMA) um 0,7074 und innerhalb einer breiteren Folge aufwärts geneigter Trendlinien-Unterstützungen, was zusammen trotz des jüngsten Pullbacks auf einen weiterhin konstruktiven Grundton hindeutet. Das Momentum hat nachgelassen, wobei der 14-Tage-Relative-Stärke-Index in Richtung der neutralen 50er-Linie fällt, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtsdruck nachlässt, statt vollständig zusammenzubrechen.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der horizontalen Barriere nahe 0,7198, wobei ein klarer Ausbruch den Weg zurück zu den jüngsten Hochs entlang der breiteren abwärts gerichteten Trendstruktur öffnen würde. Auf der Unterseite wird die unmittelbare Unterstützung nun durch den Bereich um 0,7130 selbst angezeigt, wobei stärkere technische Nachfrage um das SMA-Cluster nahe 0,7074 erwartet wird, wo es mit mehreren steigenden Trendlinien-Unterstützungen zusammenfällt, die nachgeben müssten, um eine tiefere Korrekturphase zu signalisieren.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.